“weltwärts”

Beitrag auf SWR 2 Wissen, 19. März 2009, Andreas Boueke

Sie kümmern sich in Guatemala um behinderte Kinder, arbeiten in ökologischen Projekten in Brasilien mit oder helfen beim Ackerbau in Vietnam: 2000 junge Deutsche sind im vergangenen Jahr mit dem Programm „weltwärts“ in wirtschaftlich unterentwickelte Regionen der Welt gereist. Hier leisten die 18- bis 28-Jährigen entwicklungspolitische Freiwilligendienste. Mindestens sechs Monate dauert ein Einsatz; im Mittelpunkt sollen der kulturelle Austausch und die Erfahrung des gemeinsamen Arbeitens stehen. Finanziert wird das Programm aus dem Entwicklungshilfeetat des Bundesministeriums für Wirtschaftliche Zusammenarbeit. Das sorgt für kontroverse Diskussionen. Kritiker hinterfragen die Motivation der jungen Freiwilligen und sind skeptisch, ob die Partnerorganisationen vor Ort wirklich von den Einsätzen profitieren. Andere sehen in „weltwärts“ eine Chance zur entwicklungspolitischen Nachwuchsförderung.

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