Humana als „weltwärts“-Entsendeorganisation?
Entwicklungspolitik online, 2. Februar 2009
Das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) hat die Kleine Anfrage der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen nach der Aufnahme der Organisation „Humana People to People Deutschland e.V.“ in das „weltwärts“-Programm beantwortet. Die grüne Bundestagsfraktion wollte in ihrer Anfrage wissen, ob die Regierung die Aufnahme von „Humana“ als Entsendeorganisation befürworte und ob ihr die verschiedenen Kritiken an „Humana“-Organisationsgeflecht (gGmbH und e.V.) bekannt seien. Die Antworten des BMZ auf die zahlreichen Fragen sind spärlich ausgefallen. Immerhin befragt es im Prüfungsprozess Expertinnen und Experten, die sich mit so genannten Sekten und Psychogruppen beschäftigen.
„weltwärts” ist der entwicklungspolitische Freiwilligendienst des BMZ. Junge Menschen im Alter von 18 bis 28 Jahren können im Rahmen des „weltwärts“-Programms einen Freiwilligendienst in Entwicklungsländern leisten. Die Entsendeorganisationen müssen zunächst vom BMZ anerkannt werden und wählen als solche die Freiwilligen aus, betreuen sie im Rahmen ihres Auslandsaufenthaltes und gewährleisten ein umfassendes Begleitprogramm. „Humana“ hat sich als Entsendeorganisation für „weltwärts“ beworben.

