Obs stürmt oder schneit zu allem bereit

Frankfurter Allgemeine Zeitung, 28. September 2010, Sarah Engel

Immer mehr junge Leute absolvieren Freiwilligendienste. Ob im Kindergarten oder Krankenhaus – soziales Engagement wird als Chance für den beruflichen Lebensweg gesehen. Die Bundeswehrreform könnte den Trend verstärken.

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Koalition droht Streit um Freiwilligendienst

ZEIT online, 27. September 2010

Die Präsidien von CDU und CSU haben sich auf eine Reform der Bundeswehr und die Aussetzung der Wehrpflicht geeinigt und werden diese Pläne ihren Parteitagen in Karlsruhe und München zur Abstimmung vorlegen. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) sagte, eine Richtungsvorgabe sei wichtig, damit die Parteimitglieder eine sachgerechte Entscheidung treffen könnten. (…)Die Bundesregierung will die freiwilligen Jugenddienste in den Ländern weiter fördern. Im Haushalt 2011 würden die Mittel um 30 Millionen Euro erhöht, sagte Familienstaatssekretär Josef Hecken (CDU). “Wir werden das auch versuchen, bis an die Grenze dessen, was möglich ist, in Zukunft fortzuführen.” CSU-Vize Barbara Stamm kritisierte jedoch eine mangelnde Abstimmung mit den Ländern. Bayerns Sozialministerin Christine Haderthauer soll bei der gemeinsamen Sitzung der Unions-Spitzen gar mit Hecken aneinandergeraten sein.Einem Bericht der Berliner Zeitung zufolge habe Haderthaer sogar damit gedroht, dem Vorhaben nicht zuzustimmen. Es sei eine sehr emotionale Debatte gewesen, hieß es weiter.

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Rheinland-Pfalz bringt Initiative für Freiwilligendienst im Bundesrat ein

Ad-Hoc News, 23. September 2010

Das Land Rheinland-Pfalz will eine Initiative für einen Freiwilligen Sozialen Dienst als Ersatz für den ausgesetzten Wehr- und Zivildienstes in den Bundesrat einbringen. Das Land wende sich damit gegen die Pläne des Bundesfamilienministeriums für einen freiwilligen Zivildienst, der neben dem Freiwilligen Sozialen Jahr (FSJ) eingerichtet werden soll, sagte Sozialministerin Malu Dreyer (SPD).

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Einladung zur Ergebnisspräsentation “Qualitätsentwicklung bei weltwärts”

Katholische Hochschule NRW, 21. September 2010, Jacqueline Alter

Sehr geehrte Damen und Herren,

wir möchten Sie herzlich zu der Abschlusskonferenz des zweijährigen Forschungs-
und Entwicklungsprojekts “Partizipative und Transkulturelle
Qualitätsentwicklung bei eFeF”, das das evangelischen Forum entwicklungspolitischer
Freiwilligendienste (eFeF) in Kooperation mit der Katholischen Hochschule NRW, Abt.Köln seit Februar 2009 durchführt, einladen.

Die zentrale Frage des Forschungsprojektes lautete “Wie können internationale
entwicklungspolitische Freiwilligendienste junger Deutscher in Afrika, Asien,
Lateinamerika und Osteuropa qualitätsvoll für alle Seiten gestaltet werden?”
Gerade durch das Förderprogramm “weltwärts” verbringen immer mehr junge Menschen einen
entwicklungspolitischen Aufenthalt im Ausland, der sie selbst, die aufnehmenden Organisationen im Ausland sowie die Entsendeorganisationen vor neue Chancen, aber auch große Herausforderungen stellt.

Die Ergebnisse des Projektes werden auf der Abschlusstagung von 2. bis 3.
November 2010 in Bonn vorgestellt. Detaillierte Informationen entnehmen Sie
bitte der anhängenden Einladung.

Sie sind herzlich zur Tagung eingeladen!

Einladung als pdf

Rückkehrer fühlen sich bereichert

Der Westen, 21. September 2010, Cornelia Merkel

Die Weltoffenheit und das europäische Feeling beim Treffen mit 60 Freiwilligen aus ganz Europa war toll, erzählt die 20-jährige Lea Canzler, die nach ihrem Abitur am Gymnasium Letmathe ein Jahr lang mit norwegischen Kindern und Jugendlichen arbeitete.

Der Auslandsaufenthalt im Rahmen des Projektes Europäischer Freiwilligendienst habe sie sehr bereichert, erklärte sie gestern bei einer Bilanz zusammen mit anderen Rückkehrern. Ihr freiwilliges Jahr war auch verbunden mit Vorbereitungstreffen für andere Freiwillige, die wie sie ehrenamtlich in einem sozialen, kulturellen oder ökologischen Projekt ihrer Wahl arbeiteten. Der Austausch regt an zum Reisen und zum Europa-Kennenlernen, fasste sie ihre positiven Eindrücke zusammen. Lea Canzler will jetzt Geowissenschaften studieren und danach irgendwann in Norwegen arbeiten.

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Seniorenschwof im Szeneviertel

Spiegel online, 20. September 2010

Alte zu pflegen gehört für viele Zivis zum Alltag. Bei Filip Schaffhausers USA-Einsatz machen es ihm einige der fitten Senioren leicht. Spaß hat er, wenn ihm ein Ex-Radiomoderator Johnny Cash vorsingt oder er der 80-jährigen Dolly das Internet erklären kann. Meist geht der Job aber sehr an die Nieren.

“Seit ein paar Tagen habe ich eine neue Freundin bei Facebook. Sie heißt Dolly und interessiert sich für Computer. Facebook kannte sie noch nicht, deshalb habe ich es ihr gezeigt. Jetzt schreibt sie mir öfter mal Nachrichten. Wann ich wieder käme, ob ich mit ihr einkaufen gehen könnte. Dolly ist 80 Jahre alt, ich bin 19. Sie kann nicht mehr für sich allein sorgen, deshalb helfe ich ihr.

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Streit um Weltwärts-Programm

Deutsche Welle, 16. September 2010

Weltwärts ist Felix Hewel direkt nach dem Abitur gegangen. 2008 entsandte ihn die Organisation “Eirene” nach Marokko. In der Stadt Tanger half er im Kinderheim einer Partnerorganisation. “Die Mitarbeiter hatten einfach nicht die Zeit, sich mit der Persönlichkeit und der Geschichte der Kinder auseinanderzusetzen. Das konnte ich aber tun”, sagt Hewel. Eine berufliche Qualifikation hatte er direkt nach der Schule natürlich nicht. Aber das sei für eine Weltwärts-Entsendung auch nicht wichtig, denn das zentrale Ziel des Programms habe sich auch in seinem Fall erfüllt: “Ich habe ein gewisses Gefühl bekommen für Ungerechtigkeit, die in unserer Welt herrscht. In Deutschland und auch global”, sagt Hewel.

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Entwicklungsdienst unterstützt “weltwärts”

die tageszeitung, 8 September 2010

Der Deutsche Entwicklungsdienst (DED) weist Kritik am Freiwilligenprogramm “weltwärts” zurück. Es sei unverständlich und verantwortungslos, das soziale Engagement junger Menschen in Entwicklungsländern abzuwerten, sagte DED-Geschäftsführer Jürgen Wilhelm gestern in Bonn. Ähnlich wie Zivildienstleistende kümmerten sich junge Leute in Entwicklungsländern um kranke, arme, alte und behinderte Menschen, die dringend Hilfe bräuchten.
Der Cap-Anamur-Gründer Rupert Neudeck und der frühere Entwicklungsexperte der Unions-Bundestagsfraktion, Winfried Pinger, hatten ein Ende des 2008 von der SPD-Entwicklungsministerin Heidemarie Wieczorek-Zeul begonnenen entwicklungspolitischen Freiwilligendienstes “weltwärts” gefordert. Neudeck sagte: “Das Programm ist ein über Steuergelder finanziertes Tourismusprogramm für junge Leute, die in der Regel noch nichts gelernt haben.” Geholfen werde nicht dem jeweiligen Entwicklungsland, sondern nur “uns selbst”. Mit Entwicklungspolitik habe es nichts zu tun. Schulabgänger hätten in diesem Bereich schließlich keine Fachkompetenz.

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weltwärts statt rückwärts

Pressemitteilung von grenzenlos e.V., Nica Netz, BolivienNetz, Color esperanza

Anlässlich des Pressegesprächs des Bonner Aufrufs Schluss mit weltwärts! erklären grenzenlos e.V., Vereinigung internationaler Freiwilliger, NicaNetz e.V. Freiwilligen-Netzwerk, BolivienNetz e.V. und Color Esperanza e.V.:
Die angekündigten Kritikpunkte entbehren jeglicher Grundlage und sind sachlich falsch. Es sieht verdächtig danach aus, dass auf Kosten eines entwicklungspolitischen Lern-, nicht Fachdienstes ausschließlich die allgemeine Kritik des Bonner Aufrufs an der deutschen Entwicklungspolitik erneut in die Öffentlichkeit gerückt werden soll. Wie ernst ist es den Beteiligten damit, sich fundiert inhaltlich mit dem Thema auseinanderzusetzen?
Denn hartnäckig wird Unverständnis für die Ziele von weltwärts gezeigt. Offensichtlich passen diese zu wenig in das altbackene Raster der Entwicklungspolitik. Denn der Erfolg entwicklungspolitischer Freiwilligendienste wird eben nicht in gebauten Brunnen, Schulen oder Brücken gemessen.

Erklärung zu Schluss mit weltwärts.pdf

Weltwärts nutzlos

Frankfurter Rundschau, 2. September 2010

Cap-Anamur-Gründer Rupert Neudeck und der frühere CDU-Entwicklungsexperte Winfried Pinger fordern das Ende des Programms Weltwärts, das ein ´”Tourismus-Programm für junge Leute” sei.

Ein Ende des von der Bundesregierung im Jahr 2008 begonnenen entwicklungspolitischen Freiwilligendienstes Weltwärts haben Cap-Anamur-Gründer Rupert Neudeck und der frühere Entwicklungsexperte der Unions-Bundestagsfraktion, Winfried Pinger, gefordert. Das Programm ist ein über Steuergelder finanziertes Tourismus-Programm für junge Leute, die in der Regel noch nichts gelernt haben, sagte Neudeck. Geholfen werde nicht den Menschen in Afrika, Asien und Lateinamerika. Wir helfen mit dem Programm uns selbst.

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