weltwärts: Erfahrungen für das Leben

Magazin zur Entwicklungspolitik, 6/2010, Hans-Jürgen Beerfeltz

Viele junge Menschen haben Lust, aktiv in die Partnerländer der deutschen Entwicklungszusammenarbeit zu gehen. Sie wollen mit anpacken, um diese Eine Welt besser zu machen. Dabei möchten sie natürlich auch andere Länder und Kulturen kennen lernen. Das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) gibt jungen Menschen mit dem Programm weltwärts die Gelegenheit dazu.

Die Einsatzfelder sind vielfältig. Sie können sich über Entsendeorganisationen, beispielsweise für ein Hilfsprojekt in Gambia, für eine Schule in Indien oder in einem Straßenkinderprojekt in Südafrika bewerben. Das weltwärts-Büro hilft ihnen dabei.

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“Habe gelernt zu vertrauen”

Sportschau.de, 26. Juni 2010, Olaf Jansen

“So, kommt mal alle zusammen” laut hallt Torben Hainbuchs Stimme über die bucklige Rasenfläche in Soweto. Und tatsächlich rasch laufen mindestens zwei Dutzend Kinder zu ihm, die Augen vor Erwartung weit aufgerissen. Diesmal sollen die Kids nur mit aufs Foto des Reporters, aber man spürt gleich: Die Kleinen haben sich offenbar daran gewöhnt, auf diesen großen Deutschen zu hören. “Ich habe vielleicht mit meiner Beharrlichkeit geschafft, dass sie nicht alles blöd finden, was ich so sage”, sagt der 21-Jährige bescheiden.

Torben Hainbuch leistet seit nunmehr zehn Monaten Zivildienst im Township Soweto. Besser gesagt: Auf einer kleinen Straße in Orlando-West, einem von rund 30 Stadtteilen dieses riesigen Townships am Rande Johannesburgs, wo schätzungsweise um die vier Millionen Menschen leben. “Ich wollte unbedingt ein Jahr im Ausland verbringen, der Ersatzdienst für die Bundeswehr schien mir dafür geeignet”, erklärt der große dunkelhaarige Mann mit der Wollmütze auf dem Kopf. Er wurde auf eine Organisation aufmerksam, die normalerweise junge Deutsche als Hilfskräfte in Altersheime in die USA vermittelt, diesmal aber eben das Projekt in Soweto im Angebot hatte: “Sportliche Kinderbetreuung nach der Schule”.

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SPD-Fraktion fordert Ausbau der Jugendfreiwilligendienste

Heute im Bundestag (hib), Antrag der SPD-Fraktion, Drucksache 17/2117

ie SPD-Fraktion fordert die Bundesregierung auf, einen Gesetzentwurf zum Status der Jugendfreiwilligendienste vorzulegen. Die Freiwilligendienste müssten, so argumentieren die Sozialdemokraten, rechtlich von Wehr- und Zivildienst, Formen der Erwerbstätigkeit und gesetzlich ungeregelten Formen des bürgerlichen Engagements als arbeitsmarktneutrale Bildungsdienste abgegrenzt werden. In ihrem Antrag (17/2117) verlangt die Fraktion zudem, dass mittelfristig allen Jugendlichen und jungen Erwachsenen bis 27 Jahre ein Platz zu Verfügung gestellt wird, wenn sie ein Freiwilliges Soziales oder Freiwilliges Ökologisches Jahr absolvieren wollen. Die durch die Umstrukturierung des Zivildienstes frei werdenden Mittel sollen hierfür eingesetzt werden. Zudem soll nach dem Willen der SPD eine Ombuds-oder Vertrauensstelle für Freiwilligendienstleistende eingerichtet werden.

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hib_Stärkung der Jugendfreiwilligendienste_Drucksache 17:2117