Ein neuer Kontinent, eine neue Erfahrung

Audiobeitrag von Deutschlandfunk, 27. März 2010, Ine Dippmann

Wer bereit ist, für ein Taschengeld zu arbeiten, hat bestimmte Erwartungen: eine neue Sprache lernen, andere Länder und Kulturen erleben. Das geht mit Kulturweit. Das ist der Freiwilligendienst des Auswärtigen Amts in Kooperation mit der Deutschen UNESCO-Kommission.

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Das Abenteuer meines Lebens

37 Grad, 23. März 2010

Ilona, 20 Jahre alt, ist gelernte Altenpflegerin und hat sich entschlossen als Freiwillige zusammen mit anderen jungen Leuten für ein Jahr nach Südafrika zu gehen. Dort möchte sie in einem Altenheim arbeiten. “Ich freue mich riesig auf die Arbeit, das andere Land, die Menschen, die Sprache und die Kultur”, sagt sie hochmotiviert im Sommer 2009 in Frankfurt.

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Stimmt’s, Herr Niebel?

Tagesschau.de, 15. März 2010

“Nachgehakt” – der Faktencheck zum tagesschau-Videochat mit Bundesentwicklungsminister Dirk Niebel (FDP) am 15. März 2010.

Eine Livesendung wie der tagesschau-Videochat streift viele Themen, zu denen die User teilweise spontan Fragen stellen. Manche Aussagen des Gastes lassen sich aber nicht sofort überprüfen. Videochat-Kooperationspartner politik-digital.de ist einer Aussage von Dirk Niebel nachgegangen:

Viele Chatterinnen und Chatter fragten im Chat nach der Zukunft des Jugendfreiwilligendienstes “weltwärts” und nannten eine Summe von elf Millionen Euro Etatkürzungen. Dirk Niebel antwortete, dass “weltwärts” in gleicher Größenordnung weitergeführt werden könne. Ursprünglich sei geplant gewesen, das Programm um zehn Millionen Euro gegenüber dem Vorjahr aufzustocken. Der Haushaltsauschuss im Bundestag habe diese Planungen jedoch um elf Millionen Euro gekürzt , so dass “weltwärts” im Vergleich zum Vorjahr nur mit einer Million Euro weniger im Etat auskommen müsse. Stimmt das?

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Dienst am Nächsten, weit weg

WDR 5, Sendung vom 14. März 2010

Sie gehen nach Chile, Ghana oder in palästinensische Gebiete, um Menschen zu helfen, die es bitter nötig haben. Abiturienten, aufgewachsen in der Sicherheit des deutschen Wohlstands, suchen die Erfahrung des ganz anderen. Ein Jahr lang leben sie in sehr einfachen Verhältnissen in einem Land, dessen Sprache sie oft nur unzureichend beherrschen, und kümmern sich dort um diejenigen, die allein gelassen sind. Sie engagieren sich für Behinderte und Straßenkinder, arbeiten in Altenpflegeheimen und Kindergärten. Das Elend rückt hautnah. Weltwärts heißt das Freiwilligenprogramm der Bundesregierung, die damit meist kirchliche Organisationen, Stiftungen, Friedensinitiativen unterstützt.

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Skript

Zahl der Entsendungen von “weltwärts mit dem DED” steigt 2010 auf 1.000 Freiwillige

Pressemitteilung des DED, 11. März 2010

Anlässlich seiner Reise nach Kambodscha und Vietnam bekräftigte Bundesminister Dirk Niebel die Aufstockung des DED-Anteils am weltwärts-Programm des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) auf 1.000 Einsatzplätze in 2010. Gemeinsam mit DED-Geschäftsführer Jürgen Wilhelm sprach Niebel mit Freiwilligen über ihre Aufgaben und ihre Erfahrungen vor Ort. Er zeigte sich sehr angetan vom Engagement der jungen Menschen und von der Organisation durch den DED, der hohe Qualitätsstandards an die Projektauswahl und die Durchführung des Programms legt.

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Koalitionskrach verhindert Ausbau der Freiwilligendienste

PM Kai Gehring (MdB), 5.März 2010

um anhaltenden Streit um die Neuregelungen beim Zivildienst und den Ausbau der Freiwilligendienste erklärt Kai Gehring, Sprecher für Jugendpolitik:
Der vermurkste Kompromiss von Union und FDP zur Verkürzung von Wehr- und Zivildienst und der Streit um dessen Umsetzung wird auf dem Rücken der betroffenen jungen Menschen ausgetragen. Jetzt rächt sich das Umfallen der FDP in den Koalitionsverhandlungen und das ideologische Festhalten der Union an den Pflichtdiensten. Die Zukunft liegt im quantitativen und qualitativen Ausbau der Freiwilligendienste. Die notwendigen Mittel dafür stehen nur dann zur Verfügung, wenn die überholten Pflichtdienste endlich beendet werden.
Die Koalition streitet sich um eine unnötige optionale Verlängerung des Zivildienstes anstatt endlich den angekündigten Ausbau der Freiwilligendienste anzugehen. Als Folge dieses konzeptionslosen Hickhacks werden 2010 sogar mehrere Millionen Euro weniger für Freiwilligendienste zur Verfügung stehen, die bisher nach dem Zivildienstgesetz gefördert wurden. Dies wird absehbar Umschichtungen zulasten der Freiwilligen Jahre in den Bereichen Kultur, Sport und die internationalen Dienste zur Folge haben.<

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Weniger weltwärts für junge Menschen

Homepage von Brigitte Zypries, 4. März 2010

Die schwarz-gelbe Koalitionsfraktion hat im Haushaltsausschuss eine Kürzung von elf Millionen Euro beim Jugendfreiwilligendienst “weltwärts” beschlossen. Der entsprechende Ansatz im Haushaltsentwurf des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) wurde von 40 Millionen Euro auf 29 Millionen Euro abgesenkt. Diese Entscheidung hat die vielen Organisationen, die als “weltwärts”-Entsendeorganisationen anerkannt sind, sehr
erschrocken. Sie befürchten, dass bereits zugesagte Entsendungen
in diesem Jahr nicht mehr durchgeführt werden können.
Die plötzliche Streichung eines Großteils der Gelder ohne
Rückkoppelung mit den Entsendeorganisationen ist
unverantwortlich. Ein bestehendes politisches Ziel so unvermittelt
aufzuheben, ist ein miserabler Politikstil, der bei den engagierten
jungen Menschen sicher zu Frustration und Enttäuschung führt,
stellt Brigitte Zypries (SPD) fest.

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LEIBRECHT: “Weltwärts” -Finanzierung auf Vorjahresniveau gesichert

Pressemitteilung der FDP-Fraktion im Bundestag, 2. März 2010

Zu den Vorwürfen über Mittelkürzungen für den entwicklungspolitischen Freiwilligendienst “Weltwärts” im aktuellen Bundeshaushalt erklärt der entwicklungspolitische Sprecher der FDP-Fraktion Harald LEIBRECHT:

Natürlich hätten wir alle in diesem Jahr gerne mehr Geld zur Verfügung gehabt. Die Folgen der Wirtschaft- und Finanzkrise haben es allerdings unmöglich gemacht, dass wir uns mit all unseren Forderungen für den Haushalt des BMZ durchsetzen konnten. So ist leider auch der Haushaltsansatz des entwicklungspolitischen Freiwilligendienst “Weltwärts” um 1 Million Euro gesunken, bleibt damit aber fast auf dem Niveau des Vorjahres. Wir hatten eine Erhöhung um 10 Millionen Euro auf 40 Millionen Euro anvisiert, die aus haushaltspolitischen Gründen nicht möglich gemacht werden konnte. Ich denke aber, dass die nun zugesagte Finanzierung von “Weltwärts”, die sich trotz der augenblicklichen Sparzwänge fast auf Vorjahresniveau bewegt, den Fortbestand des Programms gewährleistet.

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Ausbau der Jugendfreiwilligendienste

Antwort der Bundesregierung auf die kleine Anfrage der SPD zum Ausbau der Jugendfreiwilligendienste, 1. März 2010

Jugendfreiwilligendienste sind eine besondere Form des bürgerschaftlichen Engagements und verbessern die Bildungsfähigkeit der Jugendlichen. Im Übergang zwischen Jugend- und Erwachsenenphase eröffnen sie jungen Men- schen die Chance persönlicher und beruflicher Orientierung. Jugendfreiwilli- gendienste ermöglichen neue Lernerfahrungen, vermitteln wichtige fachliche, soziale und interkulturelle Fähigkeiten. Sie stärken Selbständigkeit, Selbstbe- wusstsein sowie Verantwortungsbewusstsein. Durch die Verknüpfung von in- formeller Bildung und der Übernahme konkreter gesellschaftlicher und sozia- ler Verantwortung sind sie seit vielen Jahrzehnten wichtige Lernorte zwischen Schule und Beruf. Aus diesem Grund werden das Freiwillige Soziale Jahr und das Freiwillige Ökologische Jahr vom Staat gefördert und unterstützt.

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Antwort der Bundesregierung auf Kleine Anfrage der SPD_pdf