Was mache ich hier?

DIE ZEIT, 19. November 2009, Christina Schott

Ich dachte, ich komme an und kann gleich helfen.” Mit großen Erwartungen fuhr Camilla Kussl im Juli nach Indonesien: Für Weltwärts, den Freiwilligendienst des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ), wollte die Abiturientin aus dem Bodenseestädtchen Überlingen für ein halbes Jahr bei einer lokalen Gesundheitsorganisation in der zentraljavanischen Stadt Yogyakarta mitarbeiten.

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Morgens werden die Lehrer umarmt

Augsburger Allgemeine, 6. November 2009

„Wir lernten uns praktisch im Flugzeug kennen“, erzählten Hanna Offinger (Marktoffingen) und Miriam Elling (Gerlingen) bei einem Vortrag über ihre Erlebnisse während des zehnmonatigen Aufenthaltes bei den Sternenkindern in Los Angeles/Chile. Dort halfen sie in einer Schule für geistig behinderte Kinder und Jugendliche mit.In der gut gefüllten Gaststätte in Marktoffingen begrüßte der Vorsitzende des Vereins, Manfred Steger, zahlreiche Interessierte, darunter auch sehr viele junge Leute. Besonders freute er sich über den Besuch von Karl Wolf von der Diözese Augsburg, der für das Projekt „Weltwärts“ die Einsätze bei den Sternenkindern koordiniert und organisiert.

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Handbuch “Weltentdecker” Tipps für ein Jahr im Ausland

Berliner Morgenpost, 5. November 2009

Das Abi in der Tasche – und dann? Das ist meist der Moment, in dem sich viele junge Menschen für ein Jahr im Ausland entscheiden. Die Möglichkeiten sind so vielfältig wie verwirrend. Au-Pair-Mädchen in London, Farmarbeiter in Irland, ein freiwilliges soziales Jahr in Lateinamerika oder Jugendcamp-Mitarbeiter in Kanada – wer eine praktische Übersicht über die aktuellen Angebot sucht, findet Hilfe im “Handbuch Weltentdecker. Der Ratgeber für Auslandsaufenthalte” aus dem weltweiser-Verlag (256 Seiten, 14.80 Euro). In dem Buch sind nicht nur die verschiedenen Veranstalter für die jeweiligen Programme aufgelistet. Die Autoren, die meist selbst längere Zeit im Ausland gelebt haben, erklären zudem jedes Programm im Detail, gehen auf Kosten und Voraussetzungen ein, und geben Tipps aus eigenen Erfahrungen.

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Abschied vom Zivildienst

Süddeutsche Zeitung, 3. November 2009, Matthias Drobinski

Es ist eine Ironie der Geschichte: Der Zivildienst ist zum wichtigsten Argument geworden, die Wehrpflicht beizubehalten. Die neue schwarz-gelbe Koalition will die Wehrpflicht auf sechs Monate begrenzen, da grummelt es ein bisschen in der Bundeswehr. (…)Bundesagentur für freiwillige Dienste

Die Profis sind teuer, vor dem Pflichtjahr steht die Verfassung, und so wäre es am besten, wenn ein gestärkter Freiwilligendienst das Erbe des Zivildienstes antreten könnte. Bereits jetzt gibt es das Freiwillige Soziale Jahr und das Freiwillige Ökologische Jahr, bereits jetzt gibt es dort mehr Bewerber als Stellen. Das Bundesamt für den Zivildienst könnte zur Bundesagentur für freiwillige Dienste werden, die verschiedenen Sozialträger koordinieren, Standards sichern, Aus- und Weiterbildungen organisieren. Ein Freiwilligendienst muss attraktiv sein für Jugendliche, die nach Schule oder Ausbildung ein Jahr Zeit haben wollen für sich und zum Nutzen für andere.

Der Freiwilligendienst muss so bezahlt sein, dass die Freiwilligen mindestens so gut leben wie heute ein Zivildienstleistender. Er muss Berufsperspektiven eröffnen: Wer gedient hat, soll leichter Medizin oder Sozialwesen studieren können, soll der Bewerbungsmappe ein Zertifikat mit Stempel und Bundesadler beiheften können. Und warum sollte sich nicht einer auf Zeit für zwei oder vier Jahre verpflichten können – so wie jetzt ein Zeitsoldat?

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