Zum Zivildienst nach Peru

Neue Westfälische Zeitung,21. Juli 2009, Anneke Quasdorf

Maximilian Dornhoff hat sich gegen den Wehr- und für den Zivildienst entschieden. Genau wie viele seiner ehemaligen Klassenkameraden. Allerdings gibt es einen Unterschied: Wenn sie kleine Kinder oder Senioren betreuen, wird Dornhoff tausende Kilometer entfernt über Projekten für den Umweltschutz grübeln. Denn der junge Herforder ist im Freiwilligenprogramm “weltwärts” aufgenommen worden.

Die Initiative des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) bietet jungen Menschen die Möglichkeit, sich in entwicklungspolitischen Projekten im Ausland zu engagieren. Entsendeorganisationen in ganz Deutschland kümmern sich um die Freiwilligen. So auch das Welthaus in Bielefeld.

Eine Möglichkeit, von der Dornhoff gleich überzeugt war. “Ich wollte nach dem Abi ins Ausland. Und gleichzeitig etwas bewegen.” Durch eine Veranstaltung in der Schule wurde der 19-Jährige auf “weltwärts” aufmerksam. Nachdem er erfahren hatte, dass er so gleich seinen Zivildienst ableisten konnte, war die Sache entschieden.

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Zum Friedensdienst nach Italien gehen

Offenburger Tageblatt, 20. Juli 2009

Nun kehrt der 20-jährige Philipp Jägle seiner Ichenheimer Heimat für ein Jahr den Rücken. Er wird in Italien einen freiwilligen ökumenischen Friedensdienst absolvieren. Gestern wurde er im Gottesdienst in der Ichenheimer Auferstehungskirche verabschiedet Bereits im vergangenen Jahr war er in den Sommerferien vier Wochen auf den Philippinen, um in einem christlichen Rehabilitierungs-Projekt für ehemalige Drogenabhängige mitzuarbeiten.
Gelernter Bäcker
Die schwierige Arbeit mit jungen Menschen, deren Lebensweg nicht schnurgerade verläuft, hat dem gelernten Bäcker gut gefallen. Deshalb entschloss er sich, nach der bestandenen Prüfung zur Fachhochschulreife ein freiwilliges soziales Jahr im Ausland zu absolvieren. Dieser freiwillige ökumenische Friedensdienst in Italien zählt für ihn auch als Ersatz für den Zivildienst.

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Als Missionarin auf Zeit ein Jahr nach Brasilien

Südkurier, 20. Juli 2009, Christina Fröhlin

Als Missionarin auf Zeit wird Anja Keller aus Hintschingen ab Mitte August für ein Jahr in Brasilien, genauer gesagt in der Stadt Cajazeiras, tätig sein. Die 19-jährige hat gerade ihr Abitur am Ernährungswissenschaftlichen Gymnasium in Tuttlingen mit einem Durchschnitt von 2,2, absolviert und für sie war es schon lange klar, dass sie anschließend ins Ausland gehen möchte. Eine Stelle als Au-Pair-Mädchen hatte sie aber von vornherein ausgeschlossen. Ich wollte was machen, was einen Sinn hat und Menschen gut tut, erklärte die Abiturientin. Also setzte sie sich an den Computer und surfte im World Wide Web und stieß dabei auf die Seite der Ordensgemeinschaft Arme Schulschwestern. Per E-Mail hat sie dann Kontakt mit der Ordensgemeinschaft aufgenommen und wurde zu einem Vorstellungsgespräch, das auch gleichzeitig ein Kennenlern-Wochenende im Mutterhaus der Armen Schulschwestern in München beinhaltete, eingeladen. Zwei Stellen als Missionarin auf Zeit wurden ihr dann angeboten. Ich konnte wählen zwischen einem entwicklungspolitischen freiwilligen Dienst in Peru und Brasilien, informierte die Hintschingerin, die sich für Brasilien entschieden hatte. Die Stadt Cajazeiras liegt im Nordosten des Bundesstaates Paraiba und hat zwischen 60 000 und 70 000 Einwohner. Da es ein sehr trockenes Gebiet ist, lebt die meist ärmliche Bevölkerung von der Rinderzucht. Die 19-Jährige wird während ihres Aufenthalts an der Gesamtschule Colegio Nossa Senhora de Lurdes, die von rund 1000 Schülern besucht wird, Englisch unterrichten.

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Nur weg vom Luxus

Neu Osnabrücker Zeitung, 18. Juli 2009, d. Glandorf

Die Ehemaligen haben Feuer in den Augen, wenn sie von ihrem Freiwilligendienst berichten. Und viele haben sich in dem einen Jahr verändert, hat Kathrin Greskötter erfahren. Wer weiß, wie es ihr ergehen wird: Am 10. August geht es für die 20-jährige Glandorferin nach Ghana.Schon in der 11. Klasse wollte Kathrin für ein Jahr ins Ausland, doch ihre Eltern waren nicht begeistert. Und die haben auch was dazu zu sagen, gibt sie zu. Durch Zufall kam sie dann aber beim Katholikentag in Osnabrück an den Stand des Bistums und nahm sich eine Broschüre über den einjährigen Freiwilligendienst im Ausland mit. Da kam das alte Feuer wieder. Sie bewarb sich und wurde angenommen. Zugute kamen Kathrin ihre Erfahrungen im Jugendmesskreis und bei Jugendfreizeiten.

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Missionarin auf Zeit sucht die Begegnung

Ahlener Zeitung, 17. Juli 2009, Sabine Tegeler

Ahlen – Missionarin auf Zeit wird sie bald sein. Mit dem Begriff könne wohl kaum jemand was anfangen, meint Anna Rensing: Aber wenn ich ,entwicklungspolitische Freiwillige sage, dann wissen die meisten, was gemeint ist.

Egal, ob als Missionarin oder Freiwillige – die 23-jährige Ahlenerin stellt sich ab 20. August einer besonderen Aufgabe. Sie geht nach Brasilien, genauer in die nord-östliche Region Maranhao, um dort in einem kleinen Dorf in einer Familien-Landwirtschaftsschule zu arbeiten.

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Aktiv in Aufbau einbringen

Allgemeine Zeitung, 15. Juli 2009, Mara Braun

Einige Monate oder sogar Jahre im Ausland zu verbringen und so den eigenen Horizont zu erweitern, diese Chance nutzen immer mehr junge Menschen. Die AZ stellt einige von ihnen vor, die in ihrer neuen Heimat zudem mithelfen wollen, die Welt ein Stück zu verbessern.

Noch bis zum Herbst arbeiten Julia Riemann und Deborah Looser für Human Help Network (HHN) am Aufbau des Büros in Pattaya, Thailand (wir berichteten). Dort hat die Organisation vor 18 Monaten die “Human Help Network Foundation Thailand” gegründet, die sich vor allem dem Schutz von (Straßen-)Kindern vor sexuellem Missbrauch verschrieben hat; Schatzmeister der Stiftung ist HHN-Vorsitzender Ewald Dietrich.

Abgelöst werden Riemann und Looser vom Kasteler Malte Wolf (19) und der 18-jährigen Wiebke Dickfeld aus Wiesbaden. “Meine Eltern haben mir immer die Gelegenheit gegeben, viel zu reisen”, erzählt der 19-jährige Malte . Nach seinem Abitur wollte er “auf jeden Fall etwas Sinnvolles tun” – einfach nur “abzuhängen” kam für den jungen Mann nicht in Frage: “Das Projekt in Pattaya hat mich gleich angesprochen, weil es echte Aufbauarbeit ist, in die will ich mich ganz aktiv einbringen”, erklärt er.

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Experiment Ausland: Von Neuss in die Welt

Westdeutsche Zeitung, 13. Juli 2009, Anna John

Zwei Neusser, zwei Wege. Mirko von Stosch und Vanessa Keil wählten die ganz langen Strecken. Im Rahmen des Projekts Anderer Dienst im Ausland arbeitet der 20-Jährige als Englisch- und Informatiklehrer in der Schule von Puerto Quito.Neuss. Ich lebe hier in einer komplett anderen Welt, in einem 2300-Seelen-Dorf, sagt Mirko von Stosch (20). Er isst Meerschweinchen, hört seine Schüler jeden Montag Morgen die National- und Dorfhymne singen, lernt, dass es unhöflich ist, die Schuhe im Haus auszuziehen und erkennt, was Armut ist: Oft gibt es Brot mit Butter zum Frühstück, manchmal nur Brot ohne alles, erzählt er. Der Neusser leistet seinen Zivildienst in Ecuador.

Im Rahmen des Projekts Anderer Dienst im Ausland arbeitet der 20-Jährige als Englisch- und Informatiklehrer in der Schule von Puerto Quito. Seine Ambition: Ich wollte ein neues Land und eine andere Kultur kennenlernen und vor allem helfen.

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Einsatz auf der anderen Seite der Welt

Schwetzinger Zeitung, 10. Juli 2009

Für fünf junge Menschen aus der Pfalz beginnt in den diesen Wochen ein einjähriger freiwilliger Dienst in sozialen Projekten in Chile, Peru und Brasilien. Träger des Freiwilligendienstes sind das Bischöfliche Jugendamt (BJA) und der Bund der Deutschen katholischen Jugend (BDKJ) in der Diözese Speyer.

Benedikt Mandlmeir (20) Abiturient aus Dudenhofen bei Speyer, wird die Mitarbeiter im Kinderheim “Hogar Las Parras” in Valdivia/Chile unterstützen. In der Einrichtung leben neun Mädchen und zwei Jungen, die leidvolle Erfahrungen durch Misshandlungen mitbringen. Die Kinder und Jugendlichen im Alter zwischen vier und 14 Jahren leben in dem Kinderheim wie in einer Familie mit ihren Erzieherinnen zusammen, gehen zur Schule, übernehmen Arbeiten im Haus und gestalten ihre Freizeit zusammen.

Eva Lehmann (19) aus Römerberg und Marieke Pahlke (19) aus Speyer, auch sie haben im Frühjahr ihr Abitur gemacht, werden gemeinsam bei “Manthoc” in Cajamarca/Peru arbeiten. In der Organisation haben sich Kinder und Jugendliche zusammengeschlossen, die arbeiten müssen, um ihren Lebensunterhalt zu verdienen.

Einsatzort für Julian Jardelot (21), der ebenfalls aus Speyer kommt und neben seinem Fachabitur eine Ausbildung als Landschaftsgärtner mitbringt, ist Capinzal in Brasilien. Dort wird er in einer Landwirtschaftsschule mitarbeiten. Benedikt, Eva, Marieke und Julian werden zwischen dem 20. Juli und dem 30. August ausreisen.

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Klinken putzen fürs Auslandsjahr

Der Westen, 10. Juli 2009, Nina Estermann

Sie hat gerade ihr Abitur gemacht. Und sie ist umgezogen. Mit ihrer Mutter, von Dinslaken nach Gelsenkirchen. Und obwohl es hier so schlecht doch gar nicht ist, zieht es Olivia Emmeluth weiter, in die weite Welt – nach Indonesien. Dort will sie ein freiwilliges soziales Jahr absolvieren.

Am 2. September soll es losgehen. Ziel ist die 270 000-Einwohner-Stadt Pekalongan an der Nordküste der Insel. Ich weiß, dass ich in einem Jahr nicht die Welt verändern kann, sagt Olivia (19). Trotzdem sei es ihr wichtig, etwas Soziales zu machen.

Organisiert wird die Reise von den Internationalen Jugendgemeinschaftsdiensten (ijgd) und Weltwärts, dem Freiwilligendienst des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung. Zu 75 Prozent übernimmt das Ministerium die Kosten für das Jahr. 25 Prozent, 1800 Euro, muss Olivia selbst aufbringen. Und weil ihr Engagement etwas Gemeinnütziges ist, sammelt die Abiturientin nun Spenden.

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Für meine persönliche Entwicklung war das sehr wichtig

Neue Osnabrücker Zeitung, 9. Juli 2009

Harald Werner aus Lingen ist jetzt nach einem fünfmonatigen Aufenthalt aus Estland zurückgekehrt und sprudelt über vor Begeisterung. Die Fachhochschulstudentin Cindy Wagner kommt aus Thüringen und freut sich auf die kommenden zehn Monate, die sie in Irland verbringen wird. Eileen Feketitsch aus Oldenburg hat gerade Abitur gemacht und ist neugierig auf Amsterdam, wo sie für ebenfalls zehn Monate hingeht.

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