Auf nach Namibia! Johanna, 18, wird ein Jahr in einer Schule in Afrika arbeiten

Mainpost, 30. Juni 2009

Kein anderer Kontinent hat in mir mehr Fernweh geweckt. An meinem siebten Geburtstag war ich zum ersten Mal in Namibia – seitdem lässt mich der schwarze Kontinent nicht mehr los. Ich war auch schon in Botswana, Zimbabwe und Südafrika. Aber immer nur als Tourist. Doch mein Wunsch ist es schon lange, Afrika einmal nicht nur als Tourist zu besuchen, sondern dort zu leben. Jetzt wird mein Traum war. Ich werde ein Jahr lang in einer Schule in Namibia arbeiten – und darüber regelmäßig in der Kolumne „Johanna in Namibia“ berichten.
Ab Juli mache ich ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) an der Deutschen Höheren Privatschule (DHPS) in Windhoek, der Hauptstadt von Namibia. Ich werde dort bei der Kleinkinderbetreuung in der Krabbelgruppe und dem Kindergarten helfen, die Schüler bei den Hausaufgaben unterstützen und sportliche Aktivitäten planen.

Die Schule, an der ich arbeiten werde, will Kindern aus benachteiligten Familien unterstützen. Zur Schule gehört auch ein Internat, in dem ich in einem kleinen Zimmer wohnen werde.

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“Für ein paar Menschen das Leben ein Stückchen besser machen”

Badische Zeitung, 26. Juni 2009, Jule Petzold, Jessica Griffiths und Carolin Stehr

BZ: Wie bist du auf die Idee gekommen, dich für dieses Projekt zu bewerben?
Henrike Schmitz: Nach meinem Abitur im letzten Frühjahr wollte ich einige Auslandserfahrungen machen. Zunächst habe ich zwei Monate in Madrid verbracht. Anschließend wollte ich dann versuchen, meinen Kindheitstraum in die Realität umzusetzen: ein Jahr Afrika.

BZ: Warum hast du dich ausgerechnet für Südafrika entschieden?
Henrike: Meine Favoriten waren anfangs vor allem Länder in Afrika sowie Indien, Vietnam und Thailand. Allerdings war das nur eine grobe Vorstellung aus dem Bauch heraus. Mit der Zeit habe ich dann mein Augenmerk mehr und mehr auf afrikanische Länder gerichtet. Als ich mir schließlich die Projektstellen der “Freunde der Erziehungskunst Rudolf Steiners e. V.”. angeschaut habe, ist mir sofort das “Centre for Creative Education” in Kapstadt ins Auge gefallen. Umso mehr habe ich mich natürlich gefreut, als ich tatsächlich angenommen wurde.

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Kein Kindergeld für freiwilligen Dienst im Ausland

Dorstener Zeitung, 24. Juni 2009

Leistet ein Kind einen freiwilligen Hilfsdienst im Ausland, erhalten die Eltern unter Umständen in diesem Zeitraum kein Kindergeld. Das geht aus einem neuen Urteil des Bundesfinanzhofs in München hervor (Az.: III R 33/07).

Das trifft zu, wenn das Kind den Dienst nicht als pflichtgemäßen Ersatz für den Wehr- oder Zivildienst erbringt, sondern freiwillig, und es sich nicht um gesetzmäßig anerkannte Dienste handelt. In dem Fall klagte ein Vater auf Gewährung des Kindergeldes für den Zeitraum, in dem seine Tochter einen Einsatz für die «Aktion Sühnezeichen Friedensdienste» in Norwegen absolvierte.

Solche Dienste erfüllten nicht die gesetzlichen Voraussetzungen dafür, dass das Kindergeld in diesem Zeitraum gewährt wird, entschieden die Bundesrichter. Das sei nur beim Freiwilligen Sozialen Jahr, dem Freiwilligen Ökologischen Jahr und ähnlichen Einsätzen im Sinne des Zivildienstgesetzes der Fall.

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Kein Anspruch auf Kindergeld für nicht zum Zivildienst verpflichtete Kinder

kostenlose Urteile.de, 24. Juni 2009

“Aktion Sühnezeichen Friedensdienste e.V.” gehört nicht zu den im Einkommensteuergesetz aufgezählten Freiwilligendienst, die den Bezug von Kindergeld rechtfertigen

Eltern steht für den Zeitraum, in dem ihr Kind einen durch die “Aktion Sühnezeichen Friedensdienste e.V.” organisierten Dienst in Norwegen leistete, kein Kindergeld zu. Dies hat der Bundesfinanzhof entschieden.

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Tanja Mast bringt Energie nach Afrika

Schwäbische Zeitung, 23. Juni 2009

Gegen 150 Mitbewerber aus dem ganzen Bundesgebiet hatte sich die 19-Jährige durchsetzen müssen. Bewerbung mit Motivationsschreiben, Praktikumsnachweise und zu guter Letzt ein zweitägiges Auswahlverfahren: “Das war ganz schön aufwändig”, erzählt Tanja Mast. Umso größer war ihre Freude, als schließlich der erlösende Anruf kam, sie gehöre zu den insgesamt 16 Auserwählten.

Für die 19-jährige Abiturientin war schon seit längerem klar: “Ich will nach der Schulzeit nicht gleich weiterlernen.” Dazu kam ihr Wunsch, “unbedingt mal” nach Afrika zu reisen. Über die Internetseite der Bundesregierung, www.weltwaerts.de stieß sie schließlich auf die Deutsch-Tansanische Partnerschaft. “Die Schwerpunkte liegen in der Völkerverständigung und im Klimaschutz – das hat mir sofort zugesagt”, sagt Tanja Mast. Verschiedene Projekte unterhält die Organisation im ganzen Land – dabei geht es vor allem um den Ausbau von Solartechnik, Kleinwindkraftanlagen, Biomasse sowie die Aufklärungsarbeit darüber.

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Im Wald des Friedens am Äquator

Ostthüringer Zeitung, 22. Juni 2009

Ron Jacob fliegt nach Ecuador, um bei der Wiederaufforstung des Regenwaldes zu helfen
Pößneck (OTZ/mko). Mancher behauptet, den Regenwald mit dem Verbrauch eines bestimmten Kastens Bier zu retten. Ron Jacob aus Pößneck will das ab August mit seiner eigenen Hände Arbeit tun. Der 1,0-Abiturient des Gymnasiums Am Weißen Turm fliegt nach Ecuador, um ein Jahr lang an einem Projekt der Regenwald-Wiederaufforstung mitzuarbeiten. Der 18-Jährige geht als Freiwilliger des Weltwärts-Programmes des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit in das Äquator-Land, von wo zuletzt zwei junge Weltreisende aus Neustadt grüßten (OTZ vom 10. Juni). Die Farm Bosque de Paz – deutsch: Wald des Friedens – im Norden des Andenstaates ist sein Ziel. Dorthin darf er, nachdem er sich in einem Wettbewerb mit hunderten Interessenten durchgesetzt hat.

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Buenos dias Pampa

Stuttgarter Zeitung, 16. Juni 2009, Kai Behrmann

Er hat die Rems gegen den Rio de la Plata eingetauscht. Stephan Liebscher aus Waiblingen macht ein freiwilliges soziales Jahr in Argentinien und kümmert sich um die Slumkinder von Buenos Aires.Die Buben aus dem Armenviertel La Cava heben beim Einsteigen demonstrativ ihre Flaschen in die Höhe. Der 21-jährige Deutsche steht an der Schulbustür und kontrolliert seine Schützlinge. Wer beim Fußballtraining mitmachen will, muss drei Voraussetzungen erfüllen: “Ausreichend zu trinken dabeihaben, pünktlich sein und Sportkleidung tragen”, sagt Stephan Liebscher. Dass die Regeln nicht immer eingehalten werden, hat er schnell erkannt. Wenn ein Junge in Jeans erscheint, weil die Sporthose kaputt ist, drückt Liebscher ein Auge zu. “Vielen Eltern fehlt das Geld, um neue Kleider für ihre Kinder kaufen zu können”, sagt Liebscher.

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Kontrast zwischen Arm und Reich

Anstelle seines Zivildienstes absolviert der Waiblinger seit August 2008 ein freiwilliges soziales Jahr vor den Toren der argentinischen Hauptstadt Buenos Aires. Der Kontrast zwischen Arm und Reich, der das Anfang des 20. Jahrhunderts noch zu den zehn wohlhabendsten Ländern der Welt zählende südamerikanische Land prägt, ist hier allgegenwärtig. Statt an gepflegten Einfamilienhäusern führt Liebschers täglicher Weg zur Arbeit an notdürftig zusammengezimmerten Wellblechhütten vorbei. Eine Kanalisation gibt es nicht. Die Abwasserbrühe fließt in Rinnsalen über den staubigen Boden.

Die 15.000 Bewohner von La Cava, einem der größten Slums in Argentinien, leben in unmittelbarer Nähe der Villen des Nobelvororts San Isidro. An den Zugangsstraßen stehen mit Gewehren und kugelsicheren Westen ausgestattete Polizisten und Soldaten. Im April versuchten die Bewohner von San Isidro, sich zusätzlich mit dem Bau einer Mauer vor Übergriffen ihrer notleidenden Nachbarn zu schützen. Das Projekt wurde mittlerweile von der Politik gestoppt.

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Malte will Menschen helfen

Main-Rheiner, 16. Juni 2009, Mirca Waldhecker

Malte Suhr ist 19 Jahre alt. Er lebt mit seiner achtköpfigen Familie mitten in Schlossböckelheim, gerade hat er sein Abitur am Gymnasium am Römerkastell mit einem Notendurchschnitt von 1,2 abgeschlossen. Damit könnte er schnell Karriere machen. Doch Malte hat vor allem einen Wunsch – anderen Menschen helfen. Deshalb wird er am 3. August nach Ecuador reisen. Dort wird er ein Jahr bei einer Gastfamilie leben und beim Projekt “Fincas Tropicales” mitarbeiten.

Das Projekt soll der fehlenden Bildung in Ecuador entgegenwirken, wozu ausländische Englischlehrer in den Dorfschulen eingesetzt werden. “In Ecuador fehlt das Geld für eine flächendeckende, gut ausgebildete Lehrerschaft, gerade im Fremdsprachenbereich. Durch das Erlangen von englischen Sprachkenntnissen eröffnen sich für die jungen Leute dort aber ganz neue Perspektiven”, erklärt Malte Suhr. Beispielsweise ist Englisch eine gute Grundlage, um im Bereich Ökotourismus zu arbeiten, der in Ecuador stetig an Bedeutung gewinnt. Neben dem Englischunterricht gehören die weitere Unterstützung der Schule und der Gemeinde, etwa durch Workshops, zu Maltes Aufgaben. So will er Brieffreundschaften zwischen ecuadorianischen und deutschen Schülern seiner alten Schule in Bad Kreuznach initiieren.

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In der Schule die Welt verändern

Baden online, 15. Juni 2009, Klaus Krüger

Wie kamen Sie auf die Idee, einem Entwicklungsland zu helfen?
Judith Herrmann: Ich liebe es, neue Kulturen und deren Lebensweise, Mentalität kennen zu lernen und darin Neues zu entdecken. Außerdem macht es mir unglaublich Spaß, mit Kindern zu arbeiten. Somit war für mich schon lange klar, was ich zwischen Abitur und Studium mal machen werde. Natürlich gibt es heutzutage vielerlei Möglichkeiten, ins Ausland zu reisen und dort Zeit zu verbringen, doch als Aupair in einer wohlhabenden amerikanischen Familie die verwöhnten Kinder zu unterhalten, war dann doch nicht mein Ding. Und arbeiten und reisen in Australien hat für mich auch keinen Reiz, da ich schon immer über den Tellerrand unserer Welt blicken wollte, um mal eine ganz andere Welt zu entdecken.
Warum gerade Ecuador?
Herrmann: Sieht man sich mal die Weltsituation heute an, dann weiß man sofort, wo Hilfe gebraucht wird und wo weniger. Dank meiner Spanischkenntnisse und dem großen Interesse an dem Kontinent kam somit nur eines in Frage: Südamerika. Ecuador war eher Zufall, obwohl ich mir nun gar nichts anderes mehr vorstellen könnte. Als ich mich um den »Weltwärts«-Platz beworben hatte, hatte ich kein bevorzugtes Land angegeben. Es war mir egal, wohin ich komme. Ich wollte nur mit Kindern zu tun haben.

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Der Reiz liegt in der Fremde

Schweriner Zeitung, 5. Juni 2009, Sarah Grützmacher/ Charlotte Quandt

Die unbekannte, aufregende Ferne lockt jährlich zahlreiche Schüler zu einem Aufenthalt im Ausland. Besonders beliebt ist Australien. In diesem Jahr nutzen gleich vier Abiturienten den Abenteuertrip.

Thomas Hamann aus Bützow kann sich einen Traum erfüllen. Er ist einer der wenigen Auserwählten, die ihr “Freiwilliges Soziales Jahr” (FSJ) in Australien machen dürfen. Dort möchte er als Zivildienstersatz ein “Soziales Bildungsjahr” absolvieren. Der Verein “Freunde der Erziehungskunst Rudolf Steiners” bietet Kriegsdienstverweigerern seit fast 15 Jahren die Möglichkeit, Sozialdienste im Ausland zu absolvieren. “Ich wollte am liebsten nach Australien. Das ist schön weit weg, aber der Kulturschock wird nicht ganz so groß”, erklärt der 18-Jährige.

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