Im Bundestag notiert: Aufnahme der Organisation “Humana” in das “weltwärts”-Programm

hib-Meldung, 19. Dezember 2008

Die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen fragt die Bundesregierung nach der Aufnahme der Organisation “Humana” in das “weltwärts”-Programm des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ). In einer Kleinen Anfrage (16/11356) erkundigt sich die Fraktion, ob die Regierung eine Aufnahme befürworte. “Humana” werde vorgeworfen, ein gewinnorientiertes Unternehmen zu sein, schreiben die Grünen. Sie fordern Auskunft darüber, ob die Arbeit von “Humana” den Qualitätskriterien des “weltwärts”-Programms entspreche. “Weltwärts” ist ein Programm des BMZ, das jungen Menschen einen entwicklungspolitischen Freiwilligendienst im Ausland ermöglichen soll.

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Medienpreis Entwicklungspolitik verliehen

Regierung online, 16. Dezember 2008

Sonderpreis

Rudolf Novotny erhielt in der Kategorie Print einen Sonderpreis für den Beitrag “Die Internationalisten” in “Die Zeit”. Novotny untersuchte das Lebensgefühl der jungen Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Programms “weltwärts” des BMZ. Dabei interessierte insbesondere die Frage: Was motiviert junge Deutsche dazu, ein Jahr lang unbezahlt Projektarbeit in Problemgebieten der Welt zu leisten?

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Über 2000 junge Menschen im freiwilligen Entwicklungsdienst

Welt online, 16. Dezember 2008

Der vor einem Jahr ins Leben gerufene Freiwilligendienst “Weltwärts” hat sich nach Einschätzung von Entwicklungshilfeministerin Heidemarie Wieczorek-Zeul (SPD) bewährt. Die Ministerin sprach am Montag in Berlin von einer “sehr sinnvollen Investition”, die auch dem Ansehen Deutschlands im Ausland diene. Laut Ministerium waren im ersten Jahr über 2100 Freiwillige in mehr als 60 Ländern tätig. Haupteinsatzorte waren Südafrika, Indien und Bolivien. Mit einem Fördervolumen von 70 Millionen Euro über drei Jahre sollen bis zu 10 000 Einsatzplätze pro Jahr geschaffen werden.

Im Rahmen von “Weltwärts” können junge Erwachsene zwischen sechs Monaten und zwei Jahren in einem Entwicklungsland an Hilfsprojekten im sozialen, kulturellen und landwirtschaftlichen Bereich oder im Umweltschutz teilnehmen. Der Freiwilligendienst kann auch anstelle des Zivildienstes geleistet werden. Wieczorek-Zeul äußerte sich nach einem Treffen mit einigen der ersten Teilnehmer. Das Angebot richtet sich an junge Menschen, die ihren Wohnsitz in Deutschland haben, im Alter von 18 bis 28 Jahren. Die Helfer erhalten pro Monat 580 Euro. Damit werden unter anderem Unterkunft, Verpflegung, Reisekosten und Versicherung abgedeckt. Wieczorek-Zeul betonte, der Freiwilligendienst dürfe “nicht vom Geldbeutel der Familien abhängen”. Die meisten bisherigen Teilnehmer gingen gleich nach dem Abitur oder während des Studiums ins Ausland. An dem Programm beteiligten sich aber auch etwa 200 junge Leute mit Hauptschulabschluss.

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Junge Entwicklungshelfer

Süddeutsche Zeitung, 16. Dezember 2008

Mit einem neuen Freiwilligendienst sind in diesem Jahr mehr als 2100 junge Bundesbürger zur Entwicklungshilfe ins Ausland gegangen. Das Programm namens “weltwärts” soll bis 2011 auf bis zu 10 000 Teilnehmer pro Jahr ausgebaut werden. Die Bundesregierung stellt dafür jährlich bis zu 70 Millionen Euro zur Verfügung, wie Entwicklungsministerin Heidemarie Wieczorek-Zeul (SPD) am Montag in Berlin mitteilte. Wichtigste Förderländer waren bislang Südafrika, Indien und Bolivien. Das Angebot richtet sich an junge Deutsche und Ausländer, die ihren Wohnsitz in Deutschland haben, im Alter von 18 bis 28 Jahren. In der Regel sind sie dann zwischen 6 und 24 Monaten im Ausland. Die Helfer erhalten pro Monat 580 Euro. Damit werden unter anderem Unterkunft, Verpflegung, Reisekosten und Versicherung abgedeckt. dpa

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Einmal Weltwärts und zurück

Der Tagesspiegel, 16. Dezember 2008, Katja Riemann

Sie kümmern sich um Kinder in Nicaragua oder helfen beim Aufbau eines Mikrokreditprojektes in Indien, reisen nach Afrika und Mexiko. 2100 junge Deutsche waren bereits mit dem entwicklungspolitischen Freiwilligendienst Weltwärts in Hilfsprojekten auf der ganzen Welt tätig. Ein Jahr nach dem Start des Programms vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung zogen Ministerin Heidemarie Wieczorek-Zeul (SPD) und einige Weltwärts-Heimkehrer gemeinsam Bilanz.

Die Erfahrungen im Partnerland verändern den Blick auf die Welt und aufs eigene Land, lobte Wieczorek-Zeul das Programm. Die Helfer im Alter von 18 bis 28 Jahren bewerben sich über die jeweilige Organisation bei Weltwärts. Pro Person und Monat erhalten die ent sendenen Organisationen 580 Euro vom Ministerium, 100 Euro davon gehen als Taschengeld an die jungen Helfer. Dass sie damit oft mehr Geld zur Verfügung haben als ihre einheimischen Kollegen, sehen sie kritisch. Umso wichtiger sei es, sich in die lokale Gemeinschaft zu integrieren, sagte der 21-jährige Laurin Vierrath. Ein Jahr lang unterrichtete er in der Dominikanischen Republik Grundschüler und wohnte bei einer Familie.

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Wieczorek-Zeul empfängt zurückgekehrte weltwärts-Freiwillige

BMZ, 15. Dezember 2008

Bundesentwicklungsministerin Heidemarie Wieczorek-Zeul hat heute in Berlin die
ersten Rückkehrerinnen und Rückkehrer des Freiwilligen-
dienstes weltwärts empfangen. “Mit ihren mitgebrachten Erfahrungen tragen die Freiwilligen dazu bei, Verständnis für andere Kulturen zu schaffen, im Kleinen zu zeigen, was Globalisierung bedeutet und Entwicklungszusammenarbeit zu verstehen”, so die Ministerin.

Als Ziele kommen für die weltwärts-Freiwilligen weltweit alle Länder in Betracht, die von der OECD als Entwicklungsländer eingestuft worden sind und die stabile Verhältnisse aufweisen. Nahezu die Hälfte (45 Prozent) der Freiwilligen entscheiden sich für ein Projekt in Lateinamerika; rund 35 Prozent der Freiwilligen gehen nach Afrika.

Die Arbeitsbereiche sind genauso vielfältig wie die Länder: Am häufigsten arbeiten die Freiwilligen im Bereich Bildung. Hierzu gehören Projekte wie Hausaufgabenbetreuung von Kindern und Jugendlichen in Heimen, Unterrichtsassistenz in Township-Schulen oder die Unterstützung in mobilen Schulen für Straßenkinder. Durch Sport, Kunst oder Kultur wird benachteiligten Kindern und Jugendlichen die Chance geboten, aktiv am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen. Im Umwelt- und Gesundheitsbereich werden Projekte angeboten, die Aufklärungsarbeit beispielsweise zu den Themen Klimaschutz oder AIDS-Prävention leisten. Dies kann durch Unterrichtsprojekte, Aufklärungskampagnen oder Theaterworkshops geschehen oder indem die Freiwilligen Informationsmaterial erstellen. Auch Projekte zum Umwelt- oder Tierschutz sind möglich.

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BMZ-Projekt “weltwärts”: Erste Bilanz überwiegend positiv

Entwicklungspolitik online, 15. Dezember 2008

Die ersten organisatorischen Schwierigkeiten scheinen überwunden, die ersten Klippen umschifft, es wurde nachgebessert: In den ersten rund 12 Monaten hat das Projekt “weltwärts” das Laufen gelernt. In etwa vier Jahren werden rund 10.000 junge Menschen zwischen 18 und 28 Jahren um die vielzitierte interkulturelle Kompetenz und manche Erfahrung in Schwellen- und Entwicklungsländern reicher sein. Derzeitig anvisierte Projekt-Kosten: 70 Millionen Euro. Aufgelegt wurde das Freiwilligenprojekt vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit (BMZ). Ministerin Heidemarie Wieczorek-Zeul und der zuständige BMZ-Referatsleiter Hans-Peter Bauer zogen am Montag zusammen mit sieben weltwärts-Rückkehrern eine überwiegend positive Bilanz zum ersten Jahr.

Rund 180 Nichtregierungsorganisationen – und mit dem Deutschen Entwicklungsdienst (DED) eine staatliche Organisation – haben inzwischen über 3000 Plätze in Entwicklungs- und Schwellenländern aufgetan genug, um auch Ausweichmöglichkeiten zu haben, wenn Sicherheitsaspekte zu berücksichtigen sind. Bisher ging es für etwa 2000 junge Menschen weltwärts, im nächsten Jahr soll sich die Zahl verdoppeln. In etwa vier Jahren, so Referatsleiter Bauer, werde weltwärts mit 10.000 Teilnehmern und Teilnehmerinnen wohl zum größten Freiwilligendienst weltweit geworden sein.

Für die sieben jungen Menschen, die am Montag auf der Pressekonferenz Auskunft gaben, waren es wohl überwiegend die unterschiedlichen Lebensbedingungen und die zwischenmenschlichen Begegnungen, die einen tiefen Eindruck hinterließen. Michael Regnet von der deutschen Pfadfinderschaft St. Georg war zur “South African Scout Association” in die südafrikanische Provinz Mpumalanga gereist und formulierte es so: “Deutschland ist ein Entwicklungsland bezüglich der Sozialisierung der Menschen, des Miteinander.”

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Lebenserfahrung im Ausland gewinnen

Schweriner Volkszeitung, 5. Dezember 2008

Was bietet der Europäische Freiwilligendienst (EFD)?

Andreas Timm: Der EFD der Europäischen Union will das persönliche Kennenlernen von Jugendlichen in Europa unterstützen und an Projekten mitwirken, die dem europäischen Einigungswerk dienen. Dabei liegt es in unserem Interesse, interkulturelle Weiterbildungsangebote für Jugendliche und junge Erwachsene zu vermitteln. Besonders im sozialen und kulturellen Bereich bieten sich vielfältige Einsatzmöglichkeiten.

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Der Online-Freiwilligen-Dienst der UNO geht runderneuert ans Netz

Bonner Wirtschaftsblog, 5. Dezember 2008

Auf dem dreisprachigen Internet-Portal werden Freiwillige mit internationalen Organisationen vernetzt

(Bonner Wirtschaftsblog) – Bonn – So funktionieren Einweihungen im Zeitalter der modernen Kommunikationstechnik: “Ich drücke den Knopf” lacht Joyce Yu. Mit dem Knopfdruck auf dem Laptop wird auf der Leinwand virtuell ein Band zerschnitten. Yu, die stellvertretende Koordinatorin der UN Volunteers – der Freiwilligen Organisation der Vereinten Nationen -, hat damit offiziell den neuen Internetauftritt des Online Volunteering (OV) service freigegeben. Anschließend wurden die Erfolge des Dienstes an diesem Freitag, 5. Dezember, im “Langen Eugen”, dem Bonner UNO-Sitz, präsentiert. Passenderweise fand die Veranstaltung am Internationalen Tag der Freiwilligen statt.(…)Mehr als 3000 Freiwillige sind weltweit unter www.OnlineVolunteering.org registriert. Vierzig Prozent von ihnen stammen aus Entwicklungsländern. Der Dienst bietet vor allem körperlich eingeschränkten Menschen die Möglichkeit, sich von zu Hause aus zu engagieren.

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Als Zivi in der Stadt von Romeo und Julia

Westfälische Nachrichten, 4. Dezember 2008, Axel Roll

Der 19-jährige Altenberger André Markmann macht seinen Zivildinst in Verona. Dort arbeitet er in einer Betreuungseinrichtung für schwer erziehbare Kinder.

Als ich mich im vergangenen Herbst dazu entschloss, meinen Zivildienst auf eine etwas andere Art und Weise zu verbringen, wusste ich noch nicht wirklich, was mich erwarten würde. Nachdem die Koffer für meinen elfmonatigen A.D.i.A (Anderer Dienst im Ausland) gepackt waren, versuchte ich mich auf die Dinge einzustellen, die man zu Hause über Italien dachte.

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