Im Bundestag notiert: Freiwilligendienst “weltwärts”

hib-meldung, 21. Juli 2008

Entwicklungszusammenarbeit/Kleine Anfrage

Berlin: (hib/BES) Nach Schwierigkeiten beim zu Beginn des Jahres gestarteten entwicklungspolitischen Freiwilligendienst “weltwärts” erkundigt sich die FDP in einer Kleinen Anfrage (16/9844). Die Fraktion will unter anderem von der Bundesregierung erfahren, wie viele Bewerber sich bislang gemeldet haben und wie viele von ihnen ausgewählt wurden. Gefragt wird auch nach den Kriterien und den für diesen Freiwilligendienst abgerufenen Mitteln.

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Für ein Jahr auf und davon

Lübecker Nachrichten, 13. Juli 2008, Franziska Parton

Bisher habe ich von der Atacamawüste nur in Geografie gehört. Irgendwo in Lateinamerika ein kleines Kreuz beim Topografietest zu setzen, fiel in der neunten Klasse nicht besonders schwer. Genauso wie der Entschluss für ein Jahr Deutschland zu verlassen. Doch wohin es mich führt, und wofür ich die Zeit nutzen werde, das wird sich erst noch herausstellen.

Ich wollte keinen Dienst als Au Pair antreten. Mit seinem Arbeitgeber zusammen wohnen und den ganzen Tag auf ein Kind fokussiert sein – das waren Argumente, die für mich dagegen sprachen. Ich informierte mich über den europäischen Freiwilligendienst, ein Freiwilliges Soziales Jahr im Ausland und Entwicklungshilfe. Durch Zufall stieß ich auf den Verein „Alegro“. Seit März steht fest, dass ich über diese Entsendeorganisation nach Chile gehen werde.

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Der Weg führt weltwärts

Rotenburger Rundschau, 13. Juli 2008, Wibke Woyke

Rotenburg. Feuchtheißes Tropenklima, Spanisch als Landessprache und ein ganz neuer Alltag – all das erwartet Lina Österle. Die 18-Jährige, die bisher das Rotenburger Ratsgymnasium besuchte, fliegt im September nach Ecuador, um dort im Rahmen des Projekts “Weltwärts“ Kinder im Fach Englisch zu unterrichten.

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Christian Leich wird auf einem Bauernhof in der Normandie arbeiten

Märkische Allgemeine, 12. Juli 2008, Jürgen Rammelt

RHEINSBERG – Christian Leich weiß was er will. Der 19-jährige Rheinsberger, der vor wenigen Tagen sein Abiturzeugnis erhalten hat, steht vor einer besonderen Herausforderung: Er wird zwölf Monate nach Frankreich gehen und dort ein freiwilliges soziales Jahr bei der Aktion Sühnezeichen Friedensdienste (ASF) ableisten.

„Da ich den Wehrdienst ablehne, habe ich mich beim Bundesamt für Zivildienst beworben“, erzählt der Jugendliche, der bis zur 10. Klasse die Rheinsberger Heinrich-Rau-Schule besuchte und dann auf das evangelische Gymnasium wechselte. Das Abitur hat er mit gutem Erfolg bestanden. Vom ASF hatte er in der Schule und aus dem Internet erfahren. Und weil die Möglichkeit bestand, das soziale Jahr in einem europäischen Land zu absolvieren, hat sich Christian Leich für Frankreich gemeldet.

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“Davon hat man sein Leben lang etwas”

Gießener Anzeiger, 12. Juli 2008, Johanna Schnabel

21-jähriger Wettenberger Holger Löhr absolviert Zivildienst in England – Freie Zeit häufig in London verbracht
Johanna SchnabelWETTENBERG. Auslandspraktika, Au-pair, Sprachreisen, “Work and travel” oder einfach nur Urlaub – viele Abiturienten erfüllen sich so ihren Wunsch, die Zeit nach dem Abitur im Ausland zu verbringen. Diesen Wunsch verspürte auch der Wettenberger Holger Löhr, als er 2007 das Abitur in der Tasche hatte. Doch er entschied sich für eine andere Art des Auslandsaufenthalts. “Der Zivildienst im Ausland ist eigentlich ziemlich unbekannt”, stellte er fest und kam auf die Idee, den Wehrersatzdienst mit einem Auslandsaufenthalt zu verknüpfen. Paragraf 14 des Zivildienstgesetzes sieht sogenannte andere Dienste im Ausland als Äquivalent zum Zivildienst vor, wenn sie mindestens zwei Monate länger als die vorgesehene Zivildienstzeit dauern. “Das ist viel sinnvoller als den erstbesten Zivildienst zu machen”, findet der Absolvent des Landgraf-Ludwigs-Gymnasiums Gießen. Es war der Wunsch, die Englischkenntnisse zu verbessern, aber auch der Traum nach mehr Eigenständigkeit, die ihn ins Ausland führten. Außerdem war er noch nie in England gewesen und wollte eine neue Kultur und neue Leute kennenlernen. “Es macht sich natürlich auch gut im Lebenslauf”, nennt er ein weiteres Motiv.

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Arbeitslosmeldung bei Schulabgängern meist entbehrlich

Mittelsachsen TV, 11. Juli 2008

Alle Schulabgänger des Jahres 2008, die ein Gymnasium oder eine Fachoberschule besuchen, müssen sich nach dem Schulabschluss nicht arbeitslos melden, wenn sie innerhalb der nächsten vier Monate entweder eine betriebliche oder schulische Ausbildung, ein Hochschulstudium bzw. ein Studium an einer Berufsakademie oder eine kooperative Ingenieurausbildung beginnen.

Gleiches gilt, wenn es sich um eine Au-pair- Tätigkeit bzw. einen Freiwilligen Dienst im Ausland handelt. Das trifft auch für Real- und Hauptschüler zu, die nicht mehr berufsschulpflichtig, also bereits 18 Jahre alt sind.

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»Jena ist der Leuchtturm des Ostens«

Neues Deutschland, 8. Juli 2008, Martin Ling

Am 17. Januar reisten die ersten Freiwilligen im Rahmen des vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung geförderten Programm »weltwärts« in den Süden der Welt. Mit dem staatlichen Freiwilligendienst sollen junge Deutsche zwischen 18 und 28 Jahren in Entwickungsländern lernen und helfen. Die Stiftung Nord-Süd-Brücken hat eine Servicestelle eingerichtet, die kleinen ostdeutschen Nichtregierungsorganisationen helfen soll, sich im Programm zurechtzufinden. Mit Jan Wenzel von der Stiftung sprach Martin Ling.

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Ein Jahr ins Ausland: Über den Tellerrand blicken schadet nie

Aachener Zeitung, 7. Juli 2008, Andreas Heimann

Berlin/Brüssel. Es gilt vielleicht nicht für alle Berufe gleichermaßen, aber Auslandserfahrung schadet nie. Schließlich sind die Märkte auch für mittelständische Unternehmen global geworden.(…) «Das Interesse der Jugendlichen, ins Ausland zu gehen, hat zugenommen», sagt Barbara Fabian. Aber der Anteil derjenigen, die das tatsächlich machen, ist klein: Es sind nur etwa ein Prozent der Auszubildenden und zehn Prozent der Studierenden. (…)Eine Alternative kann ein Auslandsaufenthalt zwischen Abitur und Studium sein. Möglich ist das zum Beispiel im Rahmen sogenannter Freiwilligen- oder Friedensdienste, bei denen die Jugendlichen in sozialen, kulturellen oder denkmalpflegerischen Projekten im Ausland mitarbeiten.

Corporate Volunteering ist das Fachwort dafür. Es muss nicht zwangsläufig ein Karrieresprungbrett sein, aber es schadet auch nicht. Die Teilnehmer erwerben Eigenschaften, die Arbeitgeber schätzen: «Man lernt, Belastbarkeit, Anpassungs- und Durchsetzungsfähigkeit zu entwickeln», sagt Barbara Fabian.

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