Eine Reise ins Ungewisse

Allgäuer Zeitung, 26. November 2007

Elf Monate Zivildienst in Peru – seit September lässt Benjamin Schmidt sich auf dieses Abenteuer ein. Der 21-jährige Immenstädter begann nach seiner Banklehre seinen Zivildienst im Rahmen des anderen Dienstes im Ausland. Seitdem arbeitet er in einer Schule für geistig und körperlich beeinträchtigte Kinder.

Weiter…

“Weltwärts” helfen

Kölnische Rundschau, 26. November 2007

Freiwilligendienste ermöglichen es, Arbeitspraxis oder Auslandserfahrung zu sammeln. Im kommenden Jahr kommt das “Freiwillige Technische Jahr” sowie “Weltwärts” dazu. Weltwärts vermittelt einen Eindruck von der Entwicklungszusammenarbeit. So kann etwa in Tansania bei der Verbreitung von Solar- und Biogasanlagen mitgewirkt werden. Es gibt aber auch ein Projekt in Südindien, bei dem Schulen und Kliniken gebaut werden. Bewerben können sich 18- bis 28-Jährige, die Aufenthalte können zwischen sechs Monaten und zwei Jahren dauern. Für die Teilnehmer sollen keine Kosten entstehen. Jeder von ihnen erhält im Monat ein Taschengeld in Höhe von 100 Euro.

Weiter…

Das Obdachlosenhotel

Der Tagesspiegel, 25. November 2007

In Haus Neudorf kommen arme Menschen mit Jugendlichen aus ganz Europa zusammen. Viele junge Leute aus Polen, Russland, Frankreich und anderen Ländern absolvieren ihren Europäischen Freiwilligendienst in Neudorf. So wie Gita Gereisa aus Riga, die es seit ihrem ersten Besuch immer wieder in die Uckermark zieht. Die Soziologiestudentin war mit dürftigen Sprachkenntnissen nach Deutschland gekommen. Jetzt, nach neun Monaten des von der EU geförderten Freiwilligendienstes und drei weiteren Besuchen in Neudorf, erzählt sie fast fließend von ihren Erlebnissen. “Ich konnte mir vorher gar nicht vorstellen, dass es in diesem reichen Land auch arme Menschen gibt”, sagt die 25-Jährige.

Weiter…

Ein Jahr unter afrikanischer Sonne

Welt online, 24. November 2007

Frederik und Samuel haben mit 13 anderen Deutschen von August 2006 bis Juli 2007 in Projekten der Deutsch-Tansanischen Partnerschaft (DTP) gearbeitet. Frederik war an der Küste in der größten Stadt des Landes, in Dar-Es-Salaam. Samuel war in einem Dorf im Hinterland in der Nähe des Viktoriasees und der Grenze zu Uganda. Und doch nehmen sie ähnliche Erfahrungen mit. Sie haben gelernt, die eigene Brille abzulegen. “Wir sehen das Verhalten anderer Menschen immer durch unsere eigene Brille und urteilen nach unseren eigenen Wertvorstellungen”, sagt Samuel. Dabei gäbe es kein richtiges oder falsches Verhalten.

Weiter…

“Dieses Jahr im Ausland ist ein Geschenk”

Neue Osnabrücker Zeitung, 17. November 2007

Vor zehn Jahren initiierte Kreisjugendpfleger Ludger Vorndieck den Europäischen Freiwilligendienst. Aus diesem Anlass trafen sich zum ersten Mal die ausländischen Träger der internationalen Jugendarbeit in Deutschland. Bisher hatten sie nur per Internet und Telefon miteinander kommuniziert, jetzt erblickte man endlich das Gesicht vom anderen Ende der Leitung.

Weiter…

Alle 500 Meter ein Haus

RP online, 17. November 2007, Tobias Klöppels

Jetzt ist auch schon der zweite Monat hier in Ecuador vorbei, und man hat das Gefühl, dass die Zeit rasend schnell vorbei geht. Als ich am Anfang des Monats ins Projekt geschickt wurde, um zu arbeiten, hab ich zuerst einen riesigen Schrecken bekommen als ich mein neues Zuhause kennen gelernt hab. Ich wohne jetzt in einem Dorf mit nur einer Hand voll Einwohnern, wo es nicht mal einen einzigen Laden gibt, um etwas einzukaufen. Internet ist hier schon fast ein Fremdwort und von einer warmen Dusche kann ich nur träumen.

Weiter…

Nieder­fisch­ba­cher verbrachte 13 Monate in Boli­vien

my-siegerland.de, 17. November 2007

13 Monate hat Johannes Buchen aus Niederfischbach in Bolivien gelebt und gearbeitet, tausende Kilometer entfernt von Familie und Freunden. Seit zwei Wochen hat ihn die Heimat wieder, und der 21-Jährige gewöhnt sich langsam wieder ein. In der Grillhütte im Otterbachtal trafen sich Johannes und seine Lieben zu einer Wiedersehensfeier.
Die häufigste Frage, die ihm bei dem Fest auf schönstem Platt gestellt wurde: “Wie war es:” Eine Antwort fällt dem jungen Mann nicht leicht. Zu viel hat er erlebt, zu viele Eindrücke gesammelt. “Das lässt sich nicht so einfach in einem Satz sagen”, sagt er und schüttelt nachdenklich den Kopf. “Es war ein tolles Jahr”, meint er schließlich. Johannes war nicht als Tourist in Bolivien. Er leistete dort einen sozialen Friedensdienst im Ausland. Damit war der Niederfischbacher einer von 23 jungen Leuten, die das Angebot des Bistums Trier im vergangenen Jahr wahrnehmen konnten.

Weiter…

Lernen, was Armut bedeutet

Baden Online, 16. November 2007

»Sonderbehandlung wird es für uns nicht geben. Wir müssen mit den Bedingungen vor Ort leben«, weiß die knapp 20-Jährige, die in diesem Jahr ihr Abitur an der Heimschule Lender gemacht hat. Bei Vorbereitungstreffen der Hilfsorganisation Amntena in Pforzheim-Tiefenbronn hat man den Bewerbern nahe gebracht, dass sie vor Ort nicht alles verstehen werden. »Wir dürfen dort nicht unsere Maßstäbe anlegen«, das sei bereits klar. Sie sollen in einer Tageseinrichtung arbeiten, in der Kinder aus problematischen Verhältnissen betreut werden. Die Tagesstätte gehört zur christlichen Stiftung »Cristo Vive« und lebt mit vom Einsatz der Freiwilligen, die ehrenamtlich jeweils ein Jahr lang helfen.

Weiter…

Bundesrat kritisiert Entwurf zum Jugendfreiwilligendienst

Heute im Bundestag Nr. 298/2007, 14. November 2007

Der Gesetzentwurf der Bundesregierung zur Förderung von Jugendfreiwilligendiensten stößt beim Bundesrat auf Skepsis. In einer Stellungnahme der Länderkammer, die nun als Unterrichtung vorliegt, bemängelt sie vor allem, der Wegfall der bisherigen Regeldauer und der Mindestzeit eines freiwilligen sozialen oder ökologischen Jahres führe zu “einer Beliebigkeit”, die die Planungssicherheit der Träger gefährde und die Interessen der Einsatzstellen nicht berücksichtige. Auch für das Vorhaben, das freiwillige soziale Jugendbildungsjahr und den freiwilligen ökologischen Dienst unter dem Begriff “freiwilliger sozialer Dienst” zusammenzuführen, bestünden “keine überzeugenden Gründe”. Der Bundesrat führt weiter aus, das Gesetz werde zu “erheblichen Kostensteigerungen” bei den Aufwendungen für die pädagogische Begleitung und die Verwaltung der Träger führen. Dies sei für die Länder “nicht akzeptabel”.

Weiter…

Jugendausschuss diskutiert Freiwilliges Soziales Jahr und die Förderung von Jugendfreiwilligendiensten

MVregio, 13. November 2007

Im Zentrum der Anhörung, zu der der Ausschuss elf Sachverständige eingeladen hatte, standen die Weiterentwicklung der Freiwilligendienste zu Bildungsdiensten, die gemeinsame Regelung des Freiwilligen Sozialen Jahres (FSJ) und Freiwilligen Ökologischen Jahres (FÖJ) in einem Gesetz, die zeitliche Flexibilisierung der Dienste sowie das Verhältnis zu anderen Freiwilligendiensten. Diskutiert wurden auch Fragen der Umsatzsteuerbefreiung sowie der finanziellen Ausstattung der Dienste.

Weiter…