Ein neuer Fußballplatz für die Jugendlichen in Argentinien

Augsburger Allgemeine, 30. Oktober 2007

“In der ersten Nacht sind mir schon die Tränen gekommen”, erklärt Simon Peinlich. Wem wäre es nicht so ergangen, aus der heilen Welt des Landkreises Dillingen gerissen und gelandet mitten im Armenviertel der nordargentinischen Stadt Fernandez, in einem vollbelegten Zehnbettzimmer. Eine spärliche Unterkunft, “jedes Bett ein Eisengestell mit Matratze drauf”. Die frische Bettwäsche zuhause wird durch den Schlafsack ersetzt. “Es war die beste Entscheidung, die ich treffen konnte”, sagt Simon jetzt. Die anfänglichen Anflüge von Heimweh seien schnell vergessen gewesen. Fast ein Jahr verbrachte er als Zivi in Argentinien und den angrenzenden Ländern.

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“SPD betreibt fahrlässiges Spiel mit den Wehrpflichtigen”

Pressemitteilung der Bundestagsfraktion Die Linke, 28. Oktober 2007

Statt einer klaren Aussage für oder gegen die Wehrpflicht, für oder gegen den Zwangsdienst, suggeriert die SPD, dass es einen dritten Weg in Form einer “modernen Wehrverfassung” geben kann. In der Praxis würde das nur bedeuten, dass die Wehrpflicht noch stärker als bislang zu einem willkürlichen staatspolitischen Bedarfsregulierungsinstrument gemacht wird: Braucht die Bundeswehr Nachschub, wird wieder einberufen. Die Wehrpflichtigen sollen weiter dem Zwang zur Musterung oder zur Meldung von Wohnortswechseln an die Wehrersatzbehörden ausgesetzt sein. Die SPD will sie in einem Zustand der Ungewissheit und Unsicherheit halten. Sie achtet dabei weder die Jahrgänge übergreifende Wehrgerechtigkeit noch das Recht auf eine unbehinderte Lebensplanung. Vielleicht werden die Wehrpflichtigen aber umgekehrt an den Wahlurnen deutlich machen, dass sie ihre Zukunft ohne die SPD planen.

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“Halbherziger Schritt in die richtige Richtung”

Pressemitteilung der Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen, 28. Oktober 2007

Der Beschluss des Parteitages über einen “freiwilligen Wehrdienst” ist ein halbherziger Schritt in die richtige Richtung. Der Vorschlag ist mutlos, in sich widersprüchlich und inkonsequent. Wer wie die SPD die Freiwilligkeit in der Bundeswehr stärken, aber an der Wehrpflicht festhalten will, reitet auf einem schwarzen Schimmel. Zwar wird das bisherige Wehrpflichtdogma relativiert, aber auf Schlüsselfragen werden keine Antworten geliefert. Offen bleibt, was der freiwillige Wehrdienst den jungen Männern überhaupt bringen und welche Anreize es dazu geben soll. Völlig unklar bleibt auch die Zukunft des Zivildienstes, die Frage nach der Dienstgerechtigkeit zwischen Wehr- und Zivildienstleistenden und die Integration der Bundeswehr in die Gesellschaft.

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Globales Lernen im Mittelpunkt

DasParlament, 29. Oktober 2007

Bald soll es für 3.000 jugendliche Entwicklungshelfer aus Deutschland “weltwärts” gehen: Im Januar startet der neue Freiwilligendienst für junge Erwachsene im Alter zwischen 18 und 28 Jahren. Mittelfristig ist geplant, 10.000 Jugendlichen jährlich die Chance zu geben, “entwicklungspolitisch global zu lernen” und sich in armen Ländern sozial zu engagieren.

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Jabulani – der weiße Freund aus Rulle

Neue Osnabrücker Zeitung, 27. Oktober 2007

Sofort würde er wieder nach Südafrika aufbrechen. Doch Peter Kaiser aus Wallenhorst-Rulle muss jetzt erst einmal in Berlin studieren. “Dann werde ich wieder irgendwo in die Welt hinausgehen”, sagt der 21-Jährige im Gespräch mit unserer Zeitung, in dem er über seine Zeit im “Freiwilligen Dienst im Ausland” berichtet.

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SPD fordert Neuregelung der Wehrpflicht hin zu Freiwilligenarmee

nachrichten.aol.de, 26. Oktober 2007

Beck warb außerdem um Zustimmung für eine Neuregelung der Wehrpflicht hin zu einer Freiwilligenarmee. Die Verwerfungen zwischen der Zahl der Wehr- oder Zivildienstleistenden und jenen, die nicht einberufen würden, seien auf Dauer nicht hinnehmbar. Die Politik müsse handeln, bevor wieder das Verfassungsgericht der Politik sage, was sie tun solle, so der SPD-Parteichef .

Die SPD-Spitze habe in einer schwierigen Debatte einen Weg gefunden, die Wehrpflicht zu behalten und über einen freiwilligen Wehrdienst junge Menschen für die Bundeswehr zu gewinnen. Mit materiellen Anreizen und Vorteilen bei der Weiterbildung würden Wehr- und Zivildienst attraktiver gemacht. “Ich bitte Euch, diesem Vorschlag zu folgen”, rief Beck die Delegierten auf.

Dem SPD-Modell zufolge wird die Wehrpflicht zwar beibehalten. Ableisten muss den Wehrdienst jedoch nur, wer sich freiwillig dazu meldet. Kritiker befürchten unter anderem, dass der Bundeswehr dadurch der Nachwuchs ausgehen könnte.

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Junge Leute helfen Afrikas Kindern

Hamburger Abendblatt, 25. Oktober 2007

Jan-Martin Frie (21) ist längst wieder daheim, studiert inzwischen in Kiel, aber er träumt immer noch von Mbali, Gadiga, Mphekelele – den Kindern in KwaZulu-Natal. Bis August 2006 hatte der junge Mann aus Rellingen in der südafrikanischen Provinz seinen Zivildienst geleistet und im Waisenhaus “God’s Golden Acre” (GGA) elternlose Jungen und Mädchen betreut. Sein Wunsch, ihnen zu helfen, endete bei Jan-Martin Frie nicht mit dem letzten Tag seines “Anderen Dienstes im Ausland” (ADIA), so die Bezeichnung für den Ersatzdienst. Im Gegenteil. Der Wille, sich in Südafrika zu engagieren, wuchs. Deshalb gründete der Student im Mai dieses Jahres gemeinsam mit fünf ehemaligen Zivis, die er in Südafrika kennengelernt hatte, die Hilfsorganisation “Go Ahead!”. “Wir wollen den Menschen in Südafrika, die in Armut und mit Gewalt leben müssen, helfen, aus einem Teufelskreis herauszukommen”, so Jan-Martin Frie. “Ganz besonders liegen uns die Kinder am Herzen, die unter katastrophalen Bedingungen aufwachsen.”

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33.000 junge Menschen starten Freiwilligendienste

General-Anzeiger Bonn, 24. Oktober 2007

Rund 33 000 junge Menschen aus ganz Deutschland haben im Oktober ihr Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) oder Freiwilliges Ökologisches Jahr (FÖJ) begonnen. In der Regel helfen sie zwölf Monate lang im Umweltschutz, in sozialen Einrichtungen wie Altersheimen, in der Denkmalpflege oder im Sport. “Jugendliche und Gesellschaft profitieren gleichermaßen von den Freiwilligendiensten”, sagte der brandenburgische Kulturstaatssekretär Johann Komusiewicz bei der bundesweiten Auftaktveranstaltung in Potsdam. Laut Bundesjugendministerium haben bislang rund 400 000 junge Frauen und Männer einen solchen Dienst geleistet. Die Nachfrage steige.

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Freiwilligendienste für Jugendliche stärken

Heute im Bundestag Nr. 268/2007, 24. Oktober 2007

Einen Gesetzentwurf für die Verbesserung von Jugendfreiwilligendiensten fordern Bündnis 90/Die Grünen und die FDP-Fraktion in getrennten Anträgen (16/6771, 16/6769). Während die FDP sich darauf beschränkt, eine gemeinsame gesetzliche Grundlage für alle Freiwilligendienste zu fordern, um weniger Bürokratie und geringere Kosten zu erreichen, stellen die Grünen acht Forderungen, die in dem Gesetz nach ihrem Willen erfüllt werden müssten. Bis 2015 etwa sollten doppelt so viele Plätze im entwicklungspolitischen Jugendfreiwilligendienst gefördert werden, wie das 2005 der Fall war. Insgesamt müsse die Finanzstruktur der Dienste reformiert werden. Je nach Zielgruppe müssten angemessen ausgebildete Begleiter und qualitativ gute Seminare sichergestellt sein. Über den Gesetzentwurf hinaus müsse mit mehr Öffentlichkeitsarbeit auf die Freiwilligendienste aufmerksam gemacht werden. Die Lernleistungen sollten anerkannt und dokumentiert werden.

Antrag von Bündnis 90/Die Grünen als PDF…

Antrag der FDP als PDF…

“Weltwärts” startet mit 3.000 Plätzen

Heute im Bundestag Nr. 267/2007, 24. Oktober 2007

Der neue entwicklungspolitische Freiwilligendienst “weltwärts” wird 2008 mit 3.000 Einsatzstellen für junge Erwachsene im Alter zwischen 18 und 28 Jahren starten. Mittelfristig ist geplant, 10.000 Jugendlichen jährlich die Chance zu geben, “entwicklungspolitisch global zu lernen” und sich in armen Ländern sozial zu engagieren. Dies kündigte eine Vertreterin des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) im Fachausschuss am Mittwochvormittag an. Zur Evaluierung und Begleitung der Arbeit des neuen Freiwilligendienstes, den Entwicklungshilfeministerin Heidemarie Wieczorek-Zeul (SPD) initiiert hatte, wird Regierungsangaben zufolge ein Beirat eingerichtet. Für die Finanzierung sind 70 Millionen Euro jährlich vorgesehen.

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