“Wenn man die Kinder lachen sieht, ist das ein wunderbares Gefühl”

Neues Deutschland, 19. Februar 2005, Anke Engelmann

Seit September [2004] macht der 19-Jährige Sebastian Dolsdorf im belarussischen Minsk ein soziales Jahr, kümmert sich um krebskranke Kinder und Behinderte und trägt ganz nebenbei zur Verbesserung der deutsch-belarussischen Beziehungen auf einer ganz persönlichen Ebene bei. Ob Sebastians Eltern seinen Weg vom heimischen Hohenschönhausen ins ferne Minsk mit geheimer Sorge betrachten, weiß er nicht. Doch sie stehen hinter ihm, berichtet er, und setzt ein wenig stolz hinzu: “Ich habe gedacht: Entweder ich wachse oder ich geh dran kaputt”. Seinen Entschluss hat der junge Mann nicht bereut. “Trotz der psychischen Belastungen gehe ich immer wieder gern zur Arbeit. Wenn man die Kinder lachen sieht, ist das ein wunderbares Gefühl.”

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