Mit jugendlichem Elan

Deutsche Welle, 10. November 2010, Marcel Fürstenau

Ein Jahr im Ausland, davon träumen viele junge Menschen. Oft scheitert das Vorhaben am Geld. Wer kostenlos verreisen und dabei noch Gutes tun möchte, für den ist das Freiwilligen-Programm “Weltwärts” eine Alternative.
Das Programm gibt es zwar erst seit 2008, doch kaum zwei Jahre später kann Entwicklungsminister Dirk Niebel bereits den zehntausendsten Teilnehmer entsenden. Christian Päßler aus Zwickau wird im Rahmen des Freiwilligendienstes “Weltwärts” ein Jahr in Südafrika verbringen. Was Päßler vor sich hat, haben rund 5700 Freiwillige schon hinter sich: Sie waren mindestens sechs Monate und längstens zwei Jahre in einem Entwicklungs- oder Schwellenland.

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Zum Zivildienst nach Peru

Neue Westfälische Zeitung,21. Juli 2009, Anneke Quasdorf

Maximilian Dornhoff hat sich gegen den Wehr- und für den Zivildienst entschieden. Genau wie viele seiner ehemaligen Klassenkameraden. Allerdings gibt es einen Unterschied: Wenn sie kleine Kinder oder Senioren betreuen, wird Dornhoff tausende Kilometer entfernt über Projekten für den Umweltschutz grübeln. Denn der junge Herforder ist im Freiwilligenprogramm “weltwärts” aufgenommen worden.

Die Initiative des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) bietet jungen Menschen die Möglichkeit, sich in entwicklungspolitischen Projekten im Ausland zu engagieren. Entsendeorganisationen in ganz Deutschland kümmern sich um die Freiwilligen. So auch das Welthaus in Bielefeld.

Eine Möglichkeit, von der Dornhoff gleich überzeugt war. “Ich wollte nach dem Abi ins Ausland. Und gleichzeitig etwas bewegen.” Durch eine Veranstaltung in der Schule wurde der 19-Jährige auf “weltwärts” aufmerksam. Nachdem er erfahren hatte, dass er so gleich seinen Zivildienst ableisten konnte, war die Sache entschieden.

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Einsatz auf der anderen Seite der Welt

Schwetzinger Zeitung, 10. Juli 2009

Für fünf junge Menschen aus der Pfalz beginnt in den diesen Wochen ein einjähriger freiwilliger Dienst in sozialen Projekten in Chile, Peru und Brasilien. Träger des Freiwilligendienstes sind das Bischöfliche Jugendamt (BJA) und der Bund der Deutschen katholischen Jugend (BDKJ) in der Diözese Speyer.

Benedikt Mandlmeir (20) Abiturient aus Dudenhofen bei Speyer, wird die Mitarbeiter im Kinderheim “Hogar Las Parras” in Valdivia/Chile unterstützen. In der Einrichtung leben neun Mädchen und zwei Jungen, die leidvolle Erfahrungen durch Misshandlungen mitbringen. Die Kinder und Jugendlichen im Alter zwischen vier und 14 Jahren leben in dem Kinderheim wie in einer Familie mit ihren Erzieherinnen zusammen, gehen zur Schule, übernehmen Arbeiten im Haus und gestalten ihre Freizeit zusammen.

Eva Lehmann (19) aus Römerberg und Marieke Pahlke (19) aus Speyer, auch sie haben im Frühjahr ihr Abitur gemacht, werden gemeinsam bei “Manthoc” in Cajamarca/Peru arbeiten. In der Organisation haben sich Kinder und Jugendliche zusammengeschlossen, die arbeiten müssen, um ihren Lebensunterhalt zu verdienen.

Einsatzort für Julian Jardelot (21), der ebenfalls aus Speyer kommt und neben seinem Fachabitur eine Ausbildung als Landschaftsgärtner mitbringt, ist Capinzal in Brasilien. Dort wird er in einer Landwirtschaftsschule mitarbeiten. Benedikt, Eva, Marieke und Julian werden zwischen dem 20. Juli und dem 30. August ausreisen.

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Lernen und helfen in der Fremde

Badische Zeitung, 5. Februar 2009

Abenteuerlust und der Wunsch, Menschen zu helfen: Das sind Gründe, warum alljährlich Jugendliche aus Deutschland in Entwicklungsländern Hilfsdienste leisten. Seit dem 1. Januar 2008 können sie das im Rahmen des Programms “Weltwärts” tun, das das Ministerium für Entwicklungshilfe ins Leben gerufen hat. Die Bilanz sieht nach einem Jahr gut aus. Doch es gibt auch Kritik.2100 junge Deutsche haben 2008 ein freiwilliges entwicklungspolitisches Jahr in Afrika, Asien oder Lateinamerika absolviert. Sie arbeiten für 186 deutsche Organisationen und Körperschaften, die in der Entwicklungspolitik tätig sind. Dazu zählen zum Beispiel der Deutsche Entwicklungsdienst (DED), der Naturschutzbund Deutschland, evangelische und katholische Missionswerke. Auch das Erzbischöfliche Seelsorgeamt in Freiburg hat im Rahmen von Weltwärts 13 Jugendliche nach Peru entsandt. Die jungen Helfer aus Deutschland arbeiten zum Beispiel in Hilfsprojekten für Straßenkinder.

Wer an dem Programm teilnehmen will, muss zwischen 18 und 28 Jahre alt sein. Haupt- und Realschüler müssen eine abgeschlossene Berufsausbildung vorweisen. Jugendliche mit Fachhochschul- oder Hochschulreife brauchen keine weiteren Qualifikationen. “Aber die Jugendlichen müssen auch eine Sprache des Gastlandes sprechen”, sagt Michael Rodiger-Leipholz vom Erzbischöflichen Seelsorgeamt.

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Missionar auf Zeit

Passauer Neue Presse, 26. Januar 2009, Michael Lukaschik

Im Bschoadtücherl, das Dekan Josef Ederer gestern nach dem Gottesdienst an Bernhard Schauberger überreichte, steckt ein Flascherl Bärwurz, ein Stück Geräuchertes – Wegzehrung für den 24-jährigen Studenten, der am 15. Februar in ein Flugzeug steigen wird, das ihn nach Lima (Peru) bringt, von dort wird er dann weiterreisen nach Arequipa, der zweitgrößten Stadt Perus. Keinen Urlaub verbringt der Bioinformatik-Student dort, und mit dem Studium hat sein Aufenthalt auch nichts zu tun. Schauberger wird acht Monate lang in einem Kinderheim der Jesuiten arbeiten, wird »Missionar auf Zeit« sein.
»Mission heißt: Sich öffnen für die anderen«, sagt Carmelo Ramirez. Der Spanier, der seit 32 Jahren in der Nähe von Passau lebt, ist Leiter des Referats »Weltkirche« im Bistum Passau. Und er betreut auch das Programm »Weltwärts«. Das Programm vermittelt Jugendlichen Stellen im Ausland, an denen sie sich für ein soziales Projekt engagieren wollen. Im Gottesdienst hat Ramirez das Projekt vorgestellt. Zurzeit sind 15 junge Menschen aus der Diözese Passau für »Weltwärts« im Einsatz. »Neues wagen, Bequemlichkeiten aufgeben, aus sich herausgehen, aufhören, sich immer nur Gedanken ums eigene Ich zu machen, Menschen in der 3. Welt begleiten und ihnen helfen«, das sind laut Ramirez die Motive der jungen Menschen, die sich für einen Auslandseinsatz entscheiden.

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Freiwilligendienst mal anders

domradio, 15. Mai 2008

Edwin aus Ecuador hatte noch nie Schnee gesehen, und Raul aus Peru fürchtete, dass seine geringen Deutschkenntnisse ihm nichts bringen. Doch nun, ein Jahr nach der Ankunft in Freiburg, ist alles anders. Was anfangs fremd war, ist nun vertraut. Der Freiburger Verein Begegnung und Solidarität ermöglichte jungen Erwachsenen aus Südamerika, ein soziales Jahr in Deutschland zu absolvieren. Freiwilligendienst anders herum.

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“In Peru ist vieles anders – aber toll”

Schwäbische Zeitung online, 05. Januar

Ein Jahr im Ausland verbringen – diesen Traum haben viele. Stephanie Hüll (21) aus Sigmaringen wagte diesen Schritt schon zum zweiten Mal. In Peru absolvierte sie ihr Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) und lebte in Lima bei einer Gastfamilie. Seit September ist sie nun wieder zurück und erzählte der SZ von ihren Erlebnissen und Eindrücken.

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Eine Reise ins Ungewisse

Allgäuer Zeitung, 26. November 2007

Elf Monate Zivildienst in Peru – seit September lässt Benjamin Schmidt sich auf dieses Abenteuer ein. Der 21-jährige Immenstädter begann nach seiner Banklehre seinen Zivildienst im Rahmen des anderen Dienstes im Ausland. Seitdem arbeitet er in einer Schule für geistig und körperlich beeinträchtigte Kinder.

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