Grevenbroich hilft Äthiopien

Neuß-Grevenbroicher Zeitung online, 13. April 2010, Wiljo Piel

Im vergangenen Jahr machte er sein Abitur am Pascal-Gymnasium, heute ist er selbst so etwas wie ein Lehrer: Arne Sell. In der Hauptstadt Addis Abeba 8000 Kilometer von Grevenbroich entfernt unterrichtet er äthiopische Schüler im Tennisspiel. Der 19-Jährige leistet in einem der ärmsten Länder der Welt sein praktisch-soziales Jahr ab, er arbeitet im Auftrag der deutschen Botschaftsschule.

Sells Eindruck vom Schulleben in Äthiopien: Alles ist anders als in Deutschland. “Dinge, die in unseren Schulen schon fast zur Standardausrüstung gehören, gibt es dort nicht Computer, Beamer oder Whiteboard sind undenkbar”, erzählt er. Noch schlimmer: “Den Lehrern fehlt die Ausbildung. Sie stehen mit dem Buch vor den 60-köpfigen Klassen und predigen das Auswendiglernen von nie verstandenen Formeln.”

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Afrika statt badische Landschaften

Badische Zeitung, 9. Mai 2009

Viele Jugendlichen nutzten heutzutage den Übergang von Schule zu Ausbildung oder Studium, um die Welt zu bereisen: Amerika oder Australien sind beliebte Ziele, auch China zählt mittlerweile zu den bevorzugten Reisezielen. In eine ganz andere Region wird sich Alessa Wilhelm aus Lahr im Sommer aufmachen. Die 19-Jährige wird für ein Jahr im afrikanischen Land Äthiopien leben und dort in ein Hilfsprojekt eingebunden sein.Nach dem Abitur noch einmal richtig verreisen, auch die 19-Jährige war von dieser Idee begeistert. “Auf jeden Fall weg”, das galt für die Schülerin vom Scheffel-Gymnasium. Wilhelm war aber von Anfang an klar, dass sie einen Auslandsaufenthalt mit einer sozialen Aufgabe verbinden möchte: “Ich will über längere Zeit in einem sozialen Bereich arbeiten. Ich finde es auch sinnvoller ein Jahr an einem Ort zu sein, um die Kultur des Landes besser kennen zu lernen.”

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Traurige Wahrheit erlebt

Merkur Online, 5. Juni 2007, Brigitte Vordermayer

Afrika ist in. Der trendbewusste Deutsche raucht Wasserpfeife, hängt Zebrafelle ins Wohnzimmer und stellt geschnitzte Giraffen aufs Tropenholzregal. Anders die Jakobneuhartingerin Eva Koch. Sie arbeitete ein halbes Jahr in einem Heim für HIV-infizierte Kinder in Äthiopien.


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