Ein neuer Kontinent, eine neue Erfahrung

Audiobeitrag von Deutschlandfunk, 27. März 2010, Ine Dippmann

Wer bereit ist, für ein Taschengeld zu arbeiten, hat bestimmte Erwartungen: eine neue Sprache lernen, andere Länder und Kulturen erleben. Das geht mit Kulturweit. Das ist der Freiwilligendienst des Auswärtigen Amts in Kooperation mit der Deutschen UNESCO-Kommission.

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Reiche Erfahrungen in armen Ländern

Passauer Neue Presse, 3. Juli 2009

Schulabschluss, Ausbildung oder Studium, Karriere – die Lebensläufe junger Erwachsener sind häufig nahezu identisch. Die beiden 19-jährigen Regener Theresa Stamm und Lorenz Bitsch haben erst einmal andere Pläne: Die beiden frisch gebackenen Abiturienten wollen hinaus in die Welt. Über das Weltwärts-Programm des Bundes gehen sie für ein Jahr ins Ausland – Theresa nach Afrika, Lorenz nach Südamerika.
Gelassenheit und Improvisationstalent gehören in das Gepäck jedes Reisenden. Und wer in ein Entwicklungsland reist, der braucht vielleicht die doppelte Menge davon. Das erfährt Theresa Stamm schon vor dem Start ihrer Reise. Für Übermorgen ist ihr Flug nach Tansania gebucht. Auf ihr Arbeitsvisum wartet sie noch immer. »Dann flieg’ ich halt eine Woche später«, sagt sie lächelnd als ginge es um einen Ausflug nach München.

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Buenos dias Pampa

Stuttgarter Zeitung, 16. Juni 2009, Kai Behrmann

Er hat die Rems gegen den Rio de la Plata eingetauscht. Stephan Liebscher aus Waiblingen macht ein freiwilliges soziales Jahr in Argentinien und kümmert sich um die Slumkinder von Buenos Aires.Die Buben aus dem Armenviertel La Cava heben beim Einsteigen demonstrativ ihre Flaschen in die Höhe. Der 21-jährige Deutsche steht an der Schulbustür und kontrolliert seine Schützlinge. Wer beim Fußballtraining mitmachen will, muss drei Voraussetzungen erfüllen: “Ausreichend zu trinken dabeihaben, pünktlich sein und Sportkleidung tragen”, sagt Stephan Liebscher. Dass die Regeln nicht immer eingehalten werden, hat er schnell erkannt. Wenn ein Junge in Jeans erscheint, weil die Sporthose kaputt ist, drückt Liebscher ein Auge zu. “Vielen Eltern fehlt das Geld, um neue Kleider für ihre Kinder kaufen zu können”, sagt Liebscher.

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Kontrast zwischen Arm und Reich

Anstelle seines Zivildienstes absolviert der Waiblinger seit August 2008 ein freiwilliges soziales Jahr vor den Toren der argentinischen Hauptstadt Buenos Aires. Der Kontrast zwischen Arm und Reich, der das Anfang des 20. Jahrhunderts noch zu den zehn wohlhabendsten Ländern der Welt zählende südamerikanische Land prägt, ist hier allgegenwärtig. Statt an gepflegten Einfamilienhäusern führt Liebschers täglicher Weg zur Arbeit an notdürftig zusammengezimmerten Wellblechhütten vorbei. Eine Kanalisation gibt es nicht. Die Abwasserbrühe fließt in Rinnsalen über den staubigen Boden.

Die 15.000 Bewohner von La Cava, einem der größten Slums in Argentinien, leben in unmittelbarer Nähe der Villen des Nobelvororts San Isidro. An den Zugangsstraßen stehen mit Gewehren und kugelsicheren Westen ausgestattete Polizisten und Soldaten. Im April versuchten die Bewohner von San Isidro, sich zusätzlich mit dem Bau einer Mauer vor Übergriffen ihrer notleidenden Nachbarn zu schützen. Das Projekt wurde mittlerweile von der Politik gestoppt.

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Grüße in das wintergraue Minden

Mindener Tageblatt, 8. Januar 2008, Anja Peper

“Ich halte mich an meinem Diccionario fest, das wahrscheinlich mein bester Freund werden wird.” Henning Günter (20) hat sein Abi am Ratsgymnasium abgeschlossen und ist für ein Jahr nach Argentinien ausgewandert. Im Prinzip eine schöne Sache. Aber: Henning spricht überhaupt kein Spanisch, als er in der Hauptstadt landet.

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Ein neuer Fußballplatz für die Jugendlichen in Argentinien

Augsburger Allgemeine, 30. Oktober 2007

“In der ersten Nacht sind mir schon die Tränen gekommen”, erklärt Simon Peinlich. Wem wäre es nicht so ergangen, aus der heilen Welt des Landkreises Dillingen gerissen und gelandet mitten im Armenviertel der nordargentinischen Stadt Fernandez, in einem vollbelegten Zehnbettzimmer. Eine spärliche Unterkunft, “jedes Bett ein Eisengestell mit Matratze drauf”. Die frische Bettwäsche zuhause wird durch den Schlafsack ersetzt. “Es war die beste Entscheidung, die ich treffen konnte”, sagt Simon jetzt. Die anfänglichen Anflüge von Heimweh seien schnell vergessen gewesen. Fast ein Jahr verbrachte er als Zivi in Argentinien und den angrenzenden Ländern.

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Anna Koch leistet Friedensdienst

Schwäbische Zeitung, 28. Juli 2007

Anna Koch bricht zu einem Abenteuer auf. Am Samstag, 4. August, wird die neunzehnjährige Spaichingerin für 13 Monate in Argentinien einen “Weltkirchlichen FriedensDienst” antreten.

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Freiwilliger Ökumenischer Friedensdienst

KA News, 14. Juli 2007

Wenn einer eine Reise tut – dann zieht es ihn zum Beispiel nach Palermo. Wie den Karlsruher Johannes Bögle schickt Jürgen Stude von der Arbeitsstelle Frieden der Evangelischen Landeskirche Baden drei weitere Karlsruher auf einen zwölfmonatigen freiwilligen ökumenischen Friedensdienst. Einsatzorte sind soziale Einrichtungen wie Alten- und Kinderheime sowie kirchliche Tagungsstätten.

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Wetzlarer Abiturient hilft Straßenkindern

Wetzlarer Neue Zeitung, 18. Juni 2007

In den letzten Wochen hat sich Philipp Friemann nicht nur auf seine Abiturprüfungen vorbereitet. Gleichzeitig rüstet sich der 19-jährige Wetzlarer, Schüler am Goethe-Gymnasium, für sein “Freiwilliges Soziales Jahr” in Argentinien. Ende August fliegt er für gut zwölf Monate nach Buenos Aires. Dort macht er mit bei einem Hilfsprojekt für Straßenkinder in einem der Elendsviertel der südamerikanischen Hauptstadt.

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“Ich kann in dem Jahr noch viel lernen”

Neue Ruhr Zeitung / Neue Rhein Zeitung, 5. Mai 2007, Petra Kessler

Ein Jahr lang wird die 19-Jährige Carina Baumgart in einem Slumgebiet in der Nähe der argentinischen Hauptstadt Straßenkinder betreuen. Über die Evangelische Kirche im Rheinland leistet sie diesen Freiwilligen Friedensdienst ab. Carina Baumgart ist eine von 39 jungen Leuten, die in diesem Jahr auf Basis eines Taschengeldes in neun verschiedenen Ländern in sozialen Projekten mitarbeiten.

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Lina hilft armen Straßenkindern

TLZ.de, 28. Februar 2007, Jochen Meyer

Den Spätsommer kann die 17-jährige Lina Steinberg aus Worbis kaum erwarten. Dann startet die Abiturientin des Marie Curie-Gymnasiums Mitte August in ihr einjähriges Abenteuer Südamerika in die nordargentinische Stadt San Salvador de Jujuy am östlichen Rand der Anden.

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