Tourismusprogramm für Abiturienten oder Entwicklungshilfe?

Sendung auf Deutschlandfunk, 18.Dezember 2010, Manfred Götzke

Junge Menschen können dabei für mindestens ein halbes Jahr in einem Entwicklungshilfe-Projekt im Ausland arbeiten. Mehr als 10.000 haben das schon getan. Drei Viertel der Kosten für Flug und Unterkunft trägt der Staat, genauer das Entwicklungsministerium.

Und genau da setzt die Kritik vieler Entwicklungshilfe-Experten an. Sie sagen: Das Programm mag für die Freiwilligen eine tolle Sache sein – mit Entwicklungshilfe habe das Ganze aber gar nichts zu tun. Freiwillige würden nach dem Abitur ohne Qualifikation Sprachkenntnisse in ferne Länder geschickt. Sie halten die Entwicklungshelfer vor Ort eher von ihrer Arbeit ab – statt zu helfen.

PISAplus fragt nach, was genau “Weltwärts” bringen kann – den Freiwilligen, aber auch den Entwicklungsländern.

Gesprächsgäste sind:

- “Weltwärts”-Programm Koordinatorin Karin Schüler vom Weltwärts-Sekretariat
- Kurt Gerhardt, Journalist, Ex-DED Koordinator und Weltwärts-Kritiker
- Tobias Berger, er war 2008 nach dem Abitur mit dem Programm in Tansania und hat in einer Sonderschule als Hilfslehrer gearbeitet.
- Julien Firlus, er ist mit “Weltwärts” in Brasilien und arbeitet in einer Betreuungseinrichtung für behinderte Menschen
- Valerie Steinkamp, sie ist mit “Weltwärts” in Ecuador und arbeitet in einem Kinderheim

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Berichte über erhebliche Kürzung bei weltwärts nicht zutreffend

BMZ, 12. Mai 2010

Zu der Darstellung bei Spiegel Online, die Mittel für das Programm weltwärts seien erheblich gekürzt worden, erklärt das Bundesentwicklungsministerium:
Die Berichte über eine erhebliche Kürzung der Bundeszuschüsse sind nicht zutreffend. Im Haushaltsansatz 2010 sind nach Beschluss des Deutschen Bundestags 29 Millionen Euro für das Programm weltwärts vorgesehen. Im Haushaltsjahr 2009 sind von den veranschlagten 30 Millionen Euro nur rund 27,5 Millionen Euro abgerufen worden. Wir haben also im Haushalt 2010 mit 29 Millionen Euro mehr Barmittel als im letzten Jahr gebraucht wurden. Damit können 2010 voraussichtlich mehr Freiwillige entsendet werden als 2009.
Die berichtete Zahl von 40 Millionen Euro bezieht sich auf die Haushaltsanmeldung des BMZ gegenüber dem Bundesfinanzministerium, die wie im Prozess der Haushaltsaufstellung üblich nicht der endgültigen Planzahl entsprach. Sie war zu keinem Zeitpunkt als maßgebliche Summe an die Träger des Programms kommuniziert worden, hätte daher auch niemals zur Grundlage für Zusagen zu Entsendungen gemacht werden dürfen.

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Das Tausend-und-eine-Nacht-Gefühl

EinsLive Sendungstip fuer den 21. Dezember 2009

Er ist 19, hat gerade Abitur gemacht und singt nebenbei im Chor. Doch insgeheim hegt Tobias Lösche schon lange ein Faible für alles Orientalische. So hat er sich bei Kulturweit beworben, dem neuen Freiwilligendienst des Auswärtigen Amtes. Mit Erfolg: Tobias gehört zu den ersten 200 jungen Bundesbürgern, die in die Ferne geschickt worden sind. Der junge Deutsche arbeitet nun für ein halbes Jahr am Deutschen Archäologischen Institut in Damaskus.

Damit erfüllt sich für Tobias ein Traum: Er geht auf Tuchfühlung mit den Einheimischen, nennt seine syrische Gastmutter bereits Mama und findet sich bestens zurecht in den verwinkelten Gassen der Damaszener Altstadt. Im syrischen Wüstensand geht er auf Schatzsuche. Er buddelt in einer Jahrtausende alten Siedlung und bestaunt die Überreste des Königreichs Qatna.
Tobias erlebt Syrien zwischen Handys und Hisbollah-Stickern, zwischen Vergangenheit und Zukunft und in beides vergräbt er sich. 1LIVE-Reporterin Stefanie Markert hat ihn auf seiner faszinierenden Spurensuche begleitet – die Reportage am 21. Dezember ab 23.00 Uhr in 1LIVE Plan B.

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Eurodesk.tv geht “weltwärts”

IJAB, 12. August 2009

Das Online Magazin eurodesk.tv reagiert mit einer Sondersendung auf das große Interesse von Jugendlichen am entwicklungspolitischen Freiwilligendienst weltwärts:

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Die Freiwilligen – Ein Jahr für die Welt

Fernsehtip am 14. Februar 2009 um 18:05 auf ARTE

Schule, Ausbildung, Beruf – soll das alles gewesen sein? Einige sehen das anders. Sie sind jung und wollen die Welt kennenlernen. Es gibt noch so viel, was sie nicht gesehen haben, was sie ausprobieren wollen, ehe die “Tretmühle” beginnt. Sie gehen für ein Jahr nach Afrika, Asien oder Lateinamerika, um dort anzupacken, wo es notwendig ist. In Kinderheimen oder Schulen wollen sie helfen, die Welt besser zu machen. “Die Freiwilligen” erzählt ihre Geschichte – eine Geschichte von Heimweh und Abenteuerlust, von verlorenen Illusionen und gewonnenen Erfahrungen, vom Erwachsenwerden in einem unbekannten Land mit fremder Kultur.

Im Mittelpunkt der Dokumentation stehen fünf junge Frauen und Männer, die für ein Freiwilliges Soziales Jahr ins Ausland gehen, oft in Entwicklungsländer. Die meisten von ihnen sind naiv und voller Illusionen und werden getragen von dem Wunsch, zu helfen, die Welt zu verändern. Sie wollen aber auch eine neue Kultur, eine neue Sprache, eine andere Gesellschaft und Mentalität kennenlernen. Sie landen in einer Welt, auf die sie ihr bisheriges Leben in der “ersten Welt” nicht vorbereitet hat. Gestern schmierte ihnen die Mutter noch die Pausenbrote, heute stehen sie in Mosambik oder Indien vor einer Klasse aus 30 Schülern, denen sie Englisch beibringen sollen.

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Machen wir nur wegen der Karriere Freiwilligendienst?

Süddeutsche Zeitung, 19. September 2008, Hannes Kerber

Im Mai hatte sich schon das SZ-Magazin über Egotrips ins Elend beschwert. Und jetzt eben “Die Zeit”. Als Ziel fest fixiert ist die Bewegung der neuen Internationalisten, das Lebensgefühl NGO junge Freiwillige also, die zum Helfen in die Dritte Welt gehen. Dient es dem Guten oder bloß der Karriere?, fragt Rudolf Novotny in der aktuellen Ausgabe der “Zeit”.

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100 Entsendeorganisationen anerkannt – Weitere müssen folgen

weltwärts4u, 23. Mai 2008

Trotz der erfreulichen Entwicklung bei den anerkannten Organisationen ist das Bundesentwicklungsministerium jedoch noch deutlich vom eigenen Ziel entfernt, längerfristig 10.000 Menschen mit weltwärts jährlich zu fördern. Der organisatorische Aufwand ist vor allem für kleinere Vereine zu groß, das Verfahren zur Anerkennung zu kompliziert.

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Protagonisten für “Auf & davon” gesucht

ad-hoc-news.de, 7. Mai 2008

Der Sender Vox sucht neue Protagonisten für seine Dokureihe «Auf & davon – Mein Auslandstagebuch». Angesprochen sind laut Sender junge Leute, die etwa als Au-pairs, Austauschschüler oder für ein freiwilliges soziales Jahr ins Ausland gehen.

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Globales Lernen

dradio, 24. Januar 2007

Nach dem Abitur oder dem Examen verspüren viele junge Leute den Wunsch nicht direkt ins Berufsleben einzusteigen, sondern sich ehrenamtlich in sogenannten Entwicklungsländern zu engagieren. Allerdings bleibt es bei vielen nur ein Wunsch. Die Nachfrage ist derzeit deutlich größer, als die Zahl der angebotenen Stellen. Außerdem schrecken viele Aspiranten vor der notwendigen Kostenbeteiligung zurück.

Beitrag im Fernsehen: PISAplus, 26.01.2008, 14:05 Uhr
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Ein Jahr Abenteuer – Zum Zivildienst nach Indien

Deutsche Welle, 18. Januar 2008

abian Falter will nach der Schule für ein Jahr nach Indien. Damit fängt für ihn ein neuer Lebensabschnitt an. Der 19-Jährige aus Bergisch-Gladbach hat gerade sein Abitur gemacht. Nun beginnt das Erwachsenwerden. Ein Jahr lang will er in Indien den Ärmsten der Armen helfen. Es ist sein erstes großes Abenteuer, sein Aufbruch in eine unbekannte Welt. Jedes Jahr entscheiden sich Hunderte junger Männer wie Fabian für den so genannten “Anderen Dienst im Ausland”. Diese Arbeit wird als Zivildienst anerkannt. Eine Reportage über Mut und Heimweh, Armut und Hilfe.

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