Rückkehrer fühlen sich bereichert

Der Westen, 21. September 2010, Cornelia Merkel

Die Weltoffenheit und das europäische Feeling beim Treffen mit 60 Freiwilligen aus ganz Europa war toll, erzählt die 20-jährige Lea Canzler, die nach ihrem Abitur am Gymnasium Letmathe ein Jahr lang mit norwegischen Kindern und Jugendlichen arbeitete.

Der Auslandsaufenthalt im Rahmen des Projektes Europäischer Freiwilligendienst habe sie sehr bereichert, erklärte sie gestern bei einer Bilanz zusammen mit anderen Rückkehrern. Ihr freiwilliges Jahr war auch verbunden mit Vorbereitungstreffen für andere Freiwillige, die wie sie ehrenamtlich in einem sozialen, kulturellen oder ökologischen Projekt ihrer Wahl arbeiteten. Der Austausch regt an zum Reisen und zum Europa-Kennenlernen, fasste sie ihre positiven Eindrücke zusammen. Lea Canzler will jetzt Geowissenschaften studieren und danach irgendwann in Norwegen arbeiten.

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Ausbau der Jugendfreiwilligendienste

Antwort der Bundesregierung auf die kleine Anfrage der SPD zum Ausbau der Jugendfreiwilligendienste, 1. März 2010

Jugendfreiwilligendienste sind eine besondere Form des bürgerschaftlichen Engagements und verbessern die Bildungsfähigkeit der Jugendlichen. Im Übergang zwischen Jugend- und Erwachsenenphase eröffnen sie jungen Men- schen die Chance persönlicher und beruflicher Orientierung. Jugendfreiwilli- gendienste ermöglichen neue Lernerfahrungen, vermitteln wichtige fachliche, soziale und interkulturelle Fähigkeiten. Sie stärken Selbständigkeit, Selbstbe- wusstsein sowie Verantwortungsbewusstsein. Durch die Verknüpfung von in- formeller Bildung und der Übernahme konkreter gesellschaftlicher und sozia- ler Verantwortung sind sie seit vielen Jahrzehnten wichtige Lernorte zwischen Schule und Beruf. Aus diesem Grund werden das Freiwillige Soziale Jahr und das Freiwillige Ökologische Jahr vom Staat gefördert und unterstützt.

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Antwort der Bundesregierung auf Kleine Anfrage der SPD_pdf

Freiwilligendienste in Deutschland

Aktueller Begriff, Wissenschaftliche Dienste des Bundestages, 18. Februar 2010

Freiwilligendienste sind in Deutschland weit verbreitet. Das Angebot richtet sich hauptsächlich an junge Menschen und umfasst in der Regel die Altersstufen von 16 bis 30 Jahren. Diese Jugend- freiwilligendienste bieten eine speziell geregelte Form des sozialen Engagements. Tätigkeitsfelder sind soziale und kulturelle Einrichtungen, der Umwelt-, Sport- und Denkmalpflegebereich sowie weitere, je nach Dienstanbieter unterschiedliche Einsatzgebiete. Freiwilligendienste bauen auf ein bürgerliches Engagement auf Zeit. Den Freiwilligen wird die Möglichkeit geboten, Erfahrun- gen vorrangig in sozialen Bereichen zu sammeln und daran zu wachsen.

Aktueller_Begriff_freiwilligendienste

“Ich bin erwachsener geworden”

Schweriner Volkszeitung, 6. Oktober 2009, Sieglinde Seidel

Ein Jahr lang schnupperte sie italienische Luft – jetzt ist Susann Peters zurückgekehrt. Die Güstrowerin absolvierte einen Europäischen Freiwilligendienst in einer Einrichtung für behinderte Menschen in Rovereto nahe Verona (Italien). Neben verbesserten Sprachkenntnissen erweiterte sie ihren Horizont und wurde selbstbewusster.

GÜSTROW – “Zum Anfang war es schwer, denn ich konnte die Sprache nicht und somit auch nicht viel helfen”, erzählt Susann Peters (20), die im vergangenen Jahr ihr Abitur im Ernst-Barlach-Gymnasium ablegte. Da die Mitarbeiter in der Einrichtung für Menschen mit Behinderung in Rovereto weder Deutsch noch Englisch beherrschten, blieb der Güstrowerin keine Wahl: Sie musste Italienisch lernen. Nach zwei Monaten verstand Susann Peters bereits, was gemeint war, wenn jemand etwas sagte. “Nach drei Monaten begann ich dann auch italienisch zu sprechen”, erinnert sie sich.

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Entdeckung der Freiwilligenarbeit

Der Westen, 3. September 2009, Jana Fischer

Europa entdecken – für Thies Bach und Kristina Klimke nicht nur eine Phrase. Vor einem Jahr entsendete die eSw Berchum die beiden Abiturienten als erste Teilnehmer zum Europäischen Freiwilligendienst. Mit wertvollen Erfahrungen im Gepäck sind die beiden nun in ihre Heimat zurückgekehrt.

Ich habe mich bewusst für ein exotisches Land entschieden, erklärt Thies Bach und meint hiermit keineswegs einen Staat in Asien oder Südamerika. Seinen freiwilligen Dienst absolvierte er in Polen, wo er die Chance hatte, zahlreiche Kulturkreise kennenzulernen: Ich habe in einer WG mit Jugendlichen aus Ländern von Finnland bis Rumänien gelebt und kenne nun dank des guten Netzes zwischen den Freiwilligen Menschen in ganz Polen. Eine Gelegenheit, die der 22-jährige Hagener nutzte.

Fast jede größere Stadt Polens habe er besucht, berichtet er, außerdem auch Wien, Prag und Bratislava.

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Für meine persönliche Entwicklung war das sehr wichtig

Neue Osnabrücker Zeitung, 9. Juli 2009

Harald Werner aus Lingen ist jetzt nach einem fünfmonatigen Aufenthalt aus Estland zurückgekehrt und sprudelt über vor Begeisterung. Die Fachhochschulstudentin Cindy Wagner kommt aus Thüringen und freut sich auf die kommenden zehn Monate, die sie in Irland verbringen wird. Eileen Feketitsch aus Oldenburg hat gerade Abitur gemacht und ist neugierig auf Amsterdam, wo sie für ebenfalls zehn Monate hingeht.

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Glücksmomente in Barcelona

Ibbenbürener Volkszeitung, 30. März 2009

- Zeit um sich selber zu finden, Reisen, eine andere Kultur und Sprache kennen lernen, aus dem Lernalltag rauskommen: Wer findet, dass sich das spannend anhört, der empfindet wie die Grevenerin Evrim Camuz. Evrim ist nun seit ungefähr vier Monaten in der Hauptstadt Kataloniens in Spanien. Ich bin verliebt in meine Stadt, in Barcelona, schwärmt Evrim von ihrer derzeitigen Wahl-Heimat.

Nach dem Abitur wusste sie noch nicht so genau, welches das richtige Studium für sie ist. Sie entschied sich deshalb, einen europäischen Freiwilligendienst zu absolvieren. Bereits während der Schulzeit hat sie Auslandserfahrung gesammelt und ging ein Jahr in den Vereinigten Staaten zur Schule. Es ist einfach eine unglaubliche Erfahrung, man trifft auf eine ganz andere Welt und lernt seine eigenen Grenzen kennen.Evrim hatte drei Jahre Spanisch-Unterricht in der Schule und hat sich mit der Sprache, aber auch der Kultur des Landes immer gerne auseinander gesetzt. So fiel die Entscheidung nicht schwer, in welches europäische Land sie gehen wollte. Ich habe die Sache dann einfach selber in die Hand genommen, habe mir im Internet Informationen gesucht, geguckt, welche Projekte und Organisationen es gibt, und dann fing die richtige Arbeit an. Das fängt mit Bewerbungen schreiben an. Evrim rät allen, nicht zu schnell aufzugeben, auch wenn es mal Absagen gibt, wer das wirklich machen will, der findet auch was

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Mit Brüsseler Geld einmal um die Welt

Das Parlament, 12. Januar 2009, Kata Kottra

Seit Oktober ist die 19-jährige Stella inzwischen in der spanischen Kleinstadt Alcobendas in der Nähe Madrids. Neun Monate lang soll sie als Teilnehmerin am Europäischen Freiwilligendienst (EFD) im örtlichen Jugendzentrum “IMAGINA Casa de la Juventud” mitarbeiten. “Also am Anfang hab ich echt nur Bahnhof verstanden, aber jetzt geht’s schon so einigermaßen”, schreibt sie in ihrem Blog kurz nach ihrer Ankunft. “Bin jetzt auch echt froh, dass das ganze bürokratische Zeugs erledigt ist, heute waren wir auf der Bank, Konto eröffnen, aufm Rathaus ist auch schon alles ok, neue Handynummer auch schon besorgt, jetzt kann’s also losgehen!!!” Einen Monat später dolmetscht sie bereits zwischen einem spanischen Kollegen und einer isländischen Freiwilligen. Im Jugendzentrum stellt sie den Europäischen Freiwilligendienst vor – in einem zwanzigminütigen Vortrag auf Spanisch.

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Lebenserfahrung im Ausland gewinnen

Schweriner Volkszeitung, 5. Dezember 2008

Was bietet der Europäische Freiwilligendienst (EFD)?

Andreas Timm: Der EFD der Europäischen Union will das persönliche Kennenlernen von Jugendlichen in Europa unterstützen und an Projekten mitwirken, die dem europäischen Einigungswerk dienen. Dabei liegt es in unserem Interesse, interkulturelle Weiterbildungsangebote für Jugendliche und junge Erwachsene zu vermitteln. Besonders im sozialen und kulturellen Bereich bieten sich vielfältige Einsatzmöglichkeiten.

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Ehrenamt: Freiwillig in Europa unterwegs

cafebabel.com, 02. Dezember 2008

Ein Berliner Nordlicht unterwegs mit dem Spümo, eine Portugiesin, die in Polen zum Lesen animiert, Patientenpflege in der Slowakei und Nähkurse für Analphabeten in Nancy: Europas Freiwillige plaudern aus dem Nähkästchen.

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