Aus dem täglichen Blues raus
rhein-berg online, 14. April 2010
Es kommt mir vor, als wäre es erst wenige Wochen her, dass ich meine Bachelorarbeit zum Prüfungsamt brachte – stolz wie Oskar mit dem Abschluss in der Tasche. Zwischen meinen Kommilitonen und mir gab es in der Zeit viele der üblichen Was-wohl-aus-uns-allen-werden-wird-Gespräche und Fantasien darüber, wo wir uns wohl in einem Jahr um diese Zeit rumtreiben würden. Da ich sowieso grade erst innerhalb Kölns umgezogen und mit dem Masterangebot meiner Uni zufrieden war, dachte ich, dass mein Weg für die nächsten zwei Jahre ohnehin langweilig feststehen würde.
Aber es kommt ja immer anders, als man denkt. Was passiert ist? Irgendwann, als sich der Studentenalltag wieder voll in mein Leben eingeschlichen hatte, hörte ich zufällig von dem neuen internationalen Freiwilligendienst kulturweit, der ausgewählte Bewerber ins Ausland schickt. Der Freiwilligendienst basiert auf dem Freiwilligen Sozialen Jahr (FSJ) für wahlweise sechs oder zwölf Monate und bietet die Gelegenheit, sich im Ausland für Kultur- und Bildungspolitik zu engagieren. Zudem werden den Teilnehmern Begegnungen mit fremden Kulturen und Menschen ermöglicht. Da sich dieses Programm nicht nur mit meiner Reiseaffinität deckt, sondern auch mit den Inhalten meines kulturwissenschaftlichen Studiums, war ich von kulturweit begeistert.

