“Ich bin erwachsener geworden”

Schweriner Volkszeitung, 6. Oktober 2009, Sieglinde Seidel

Ein Jahr lang schnupperte sie italienische Luft – jetzt ist Susann Peters zurückgekehrt. Die Güstrowerin absolvierte einen Europäischen Freiwilligendienst in einer Einrichtung für behinderte Menschen in Rovereto nahe Verona (Italien). Neben verbesserten Sprachkenntnissen erweiterte sie ihren Horizont und wurde selbstbewusster.

GÜSTROW – “Zum Anfang war es schwer, denn ich konnte die Sprache nicht und somit auch nicht viel helfen”, erzählt Susann Peters (20), die im vergangenen Jahr ihr Abitur im Ernst-Barlach-Gymnasium ablegte. Da die Mitarbeiter in der Einrichtung für Menschen mit Behinderung in Rovereto weder Deutsch noch Englisch beherrschten, blieb der Güstrowerin keine Wahl: Sie musste Italienisch lernen. Nach zwei Monaten verstand Susann Peters bereits, was gemeint war, wenn jemand etwas sagte. “Nach drei Monaten begann ich dann auch italienisch zu sprechen”, erinnert sie sich.

weiter…

Die Richtung: weltwärts

Rotenburger Rundschau, 8. Juli 2009

Irgendwann einmal nach Afrika reisen. Schon als Kind hatte Silke Völz diesen Traum – und jetzt wird er sich erfüllen. Die 23-jährige Rotenburgerin geht für sechs Monate nach Kenia. Jedoch nicht als Touristin, sondern im Rahmen der Initiative “Weltwärts“.

Anzeige
Dodenhof

Anzeige
Sparkasse Scheeßel

Hintergrund: Viele junge Menschen haben Interesse an einer ehrenamtlichen Arbeit in Entwicklungsländern. Die Zahl entsprechender Anfragen an das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) überstieg in der Vergangenheit das Angebot.

weiter…

Friedensdienst EIRENE seit zehn Jahren in Rumänien tätig

Siebenbürgische Zeitung, 4. Juli 2009, Doris Roth

Sarah hat ihren Freiwilligendienst in Fogarasch geleistet, Marius leistet ihn in Hermannstadt, Miriam in Klausenburg, Felizitas in Fogarasch und Jelena in Lupeni. Fünf junge Menschen, die sich dazu entschieden haben, über den Verein EIRENE ihre Fähigkeiten in sozialen Projekten in Rumänien einzubringen und mit Kindern, Jugendlichen, Alten und Behinderten zu arbeiten, „um ihre Solidarität mit Menschen in Not zum Ausdruck zu bringen“, wie der Verein eines seiner Ziele formuliert.
EIRENE wurde 1957 von Christen verschiedener Konfessionen gegründet und ist ein „ökumenischer, internationaler Friedens- und Ent­wicklungsdienst“, der „sich der Idee der Ge­- waltfreiheit verpflichtet fühlt“ und „ein Zeichen für das friedliche Zusammenleben setzen will“. 1977 begann der Verein mit der Vermittlung von Freiwilligen in soziale Projekte in Europa, Kanada und den USA, vor einigen Jahren ka­men dann Freiwilligendienste in Osteuropa, La­tein­amerika und Afrika dazu. Nach Rumänien wurden die ersten Freiwilligen 1999 entsendet, die dort unter anderem in der Arbeit mit Straßenkindern und in der Kooperation mit Roma-Gruppen eingesetzt werden.

weiter…

Zwölf Monate Sozialarbeit in Uganda

Der Westen, 8. April 2009, Ann-Kristin vom Ort

Ein ganzes Jahr Sozial- und Entwicklungsarbeit wird die 26-jährige Stephanie Macke aus Wengern ab September in Afrika leisten. Über den gemeinnützigen Verein VIA reist sie im Rahmen des „weltwärts-Programms” nach Uganda, um dort gehörlosen Kindern Schulunterricht zu erteilen.

Vor drei Jahren war die junge Wengeranerin zum ersten Mal in Afrika und absolvierte in Ghana ein Praxisstudiensemester. Schon damals hatten sie die verschiedenen Menschen und Kulturen des Kontinents begeistert. „Die Menschen dort sind so anders. Das ist einfach der Wahnsinn”, beschreibt die gelernte Heilpädagogin mit leuchtenden Augen. Das Afrikafieber hatte sie gepackt, Aufenthalte in Äthiopien und Malawi folgten. „Ich möchte die Menschen in Deutschland wachrütteln und ihnen über die dortigen Lebensverhältnisse berichten”, beschreibt die junge Frau.

weiter…

Gute Hoffnung am Kap

Lippische Landeszeitung, 2. April 2009

Bei Südafrika denkt man an wilde Tiere, das Kap der guten Hoffnung, Rotwein und die nächste Fußball-WM. In Afrika scheint die Sonne, das Meer ist nicht weit. Doch, ob Sören Kneidl während seines freiwilligen einjährigen Auslandsaufenthaltes viel davon genießen kann, steht noch in den Sternen.

Anfang diesen Jahres hatte sich der 19-Jährige bei dem Verein “Freunde der Erziehungskunst Rudolf Steiners” (kurz “Freunde”) beworben und bekam postwendend eine Zusage für das Programm “weltwärts”. Die Stelle kann er am 10. August anstatt eines Zivildienstes antreten. Unterstützung erfährt er vom entwicklungspolitischen Freiwilligendienst des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung.

weiter…

Freiwilligendienst für junge Erwachsene in Ostafrika

Zenit, 25. November 2008

Das Projekt „Freiwilligendienst in Ostafrika“ bietet jungen Teilnehmern zwischen 18 und 28 Jahren die Chance zu einem Einsatz in Uganda und Tansania.

Das vom deutschen Caritasverband für die Diözese Hildesheim getragene Projekt mit dem Namen „weltwärtsAfrika3+9“, wird von verantwortlichen Mitarbeitern der Charismatischen Erneuerung (CE) getragen, die sich um die Vorbereitung und pädagogische Begleitung des Projekts kümmern.

Während des Einsatzes in Uganda und Tansania werden Hilfstätigkeiten im pflegerischen, hauswirtschaftlichen oder pädagogischen Bereich übernommen. Geplant sind derzeit Einsätze in Kinderheimen, Kindergärten, Krankenhäusern, Behinderteneinrichtungen, Straßenkinderprojekten oder Pastoral- und Bildungszentren.

weiter…

“Ich fühle mich privilegiert”

Neue Westfälische Zeitung, 18. November 2008, Andreas Bouke

“Warum ich nach Guatemala will?” Die neunzehnjährige Özgün Kaplan braucht nicht lange zu überlegen. “Ich will raus aus dieser geregelten Struktur: 13 Jahre Schule, dann studieren, dann arbeiten. Das ist immer das Gleiche. Außerdem finde ich es wichtig, andere Länder und Kulturen kennen zu lernen.”

Özgün ist eine von fast zehntausend jungen Deutschen, die sich seit Januar 2008 um einen Platz im Rahmen des Freiwilligenprogramms “Weltwärts” beworben haben. Die Teilnehmer verpflichten sich gegenüber dem Bundesministerium für Wirtschaftliche Zusammenarbeit (BMZ), mindestens sechs Monate und höchstens zwei Jahre lang in einem sozialen oder ökologischen Projekt zu arbeiten. Ministerialrat Hans-Peter Baur vom BMZ erläutert: “Mit diesem Dienst tun wir vor allem etwas für die entwicklungspolitische Informations- und Bildungsarbeit in Deutschland. Wir wollen die gesellschaftliche Unterstützung für Entwicklungspolitik verbreitern.”

weiter…

Für ein Jahr in England leben

Baden online, 27. September 2008, Dirk-Eike Röckel

Wie ist es wohl, wenn man das erste Mal seine Heimat verlässt? Ohne Familie, Verwandte und Freunde in ein fremdes Land geht, um dort für ein Jahr zu leben. Diese Fragen haben sich mir gestellt, bevor ich meine Entscheidung getroffen habe, ein Freiwilliges Soziales Jahr, kurz FSJ, im Ausland zu leisten. Lieber soziale Erfahrungen sammeln und am besten noch in einer anderen Kultur, anstatt meine Zeit bei der Bundeswehr zu verschwenden. Das klingt zwar etwas überspitzt, entspricht aber meiner Meinung.
Nun stellte sich für mich nur noch die Frage, in welchem Land ich gerne einmal leben würde. Ein englischsprachiges sollte es sein. Da war ich mir sicher. Und nach längerer Überlegung, ob nun die USA oder doch das Mutterland der englischen Sprache, entschied ich mich für England.

weiter…

Wehmut und Fernweh

IVZ online, 8. August 2008

„Wehmut und Fernweh halten sich die Waage“, sagt Alina Dingermann vor ihrem einjährigen Aufenthalt in Südafrika. Am Dienstag ist es endlich soweit, dann wird der Flieger Richtung Kapstadt starten und die 20-jährige Gescheranerin in eine neue, ganz andere Welt bringen. In Jefreys Bay wird die junge Frau ihren Freiwilligendienst antreten, um in der bekannten Surver-Stadt geistig Behinderte und verhaltensauffällige Kinder aus den Townships zu betreuen.

weiter…

Für ein Jahr auf und davon

Lübecker Nachrichten, 13. Juli 2008, Franziska Parton

Bisher habe ich von der Atacamawüste nur in Geografie gehört. Irgendwo in Lateinamerika ein kleines Kreuz beim Topografietest zu setzen, fiel in der neunten Klasse nicht besonders schwer. Genauso wie der Entschluss für ein Jahr Deutschland zu verlassen. Doch wohin es mich führt, und wofür ich die Zeit nutzen werde, das wird sich erst noch herausstellen.

Ich wollte keinen Dienst als Au Pair antreten. Mit seinem Arbeitgeber zusammen wohnen und den ganzen Tag auf ein Kind fokussiert sein – das waren Argumente, die für mich dagegen sprachen. Ich informierte mich über den europäischen Freiwilligendienst, ein Freiwilliges Soziales Jahr im Ausland und Entwicklungshilfe. Durch Zufall stieß ich auf den Verein „Alegro“. Seit März steht fest, dass ich über diese Entsendeorganisation nach Chile gehen werde.

weiter…