“Ich fühle mich privilegiert”

Neue Westfälische Zeitung, 18. November 2008, Andreas Bouke

“Warum ich nach Guatemala will?” Die neunzehnjährige Özgün Kaplan braucht nicht lange zu überlegen. “Ich will raus aus dieser geregelten Struktur: 13 Jahre Schule, dann studieren, dann arbeiten. Das ist immer das Gleiche. Außerdem finde ich es wichtig, andere Länder und Kulturen kennen zu lernen.”

Özgün ist eine von fast zehntausend jungen Deutschen, die sich seit Januar 2008 um einen Platz im Rahmen des Freiwilligenprogramms “Weltwärts” beworben haben. Die Teilnehmer verpflichten sich gegenüber dem Bundesministerium für Wirtschaftliche Zusammenarbeit (BMZ), mindestens sechs Monate und höchstens zwei Jahre lang in einem sozialen oder ökologischen Projekt zu arbeiten. Ministerialrat Hans-Peter Baur vom BMZ erläutert: “Mit diesem Dienst tun wir vor allem etwas für die entwicklungspolitische Informations- und Bildungsarbeit in Deutschland. Wir wollen die gesellschaftliche Unterstützung für Entwicklungspolitik verbreitern.”

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Andreas Müller leistet seinen Beitrag für eine bessere Welt

Schwäbische Zeitung Online, 31. Mai 2008

Bald hebt er ab nach Guatemala, doch vorher dreht Andreas Müller noch eine Runde um den Bodensee. Damit – und mit Unterstützung der Sportskollegen von der Runners AG und zahlreicher Sponsoren – “verdient” er sich seinen Zivildienst. Den Friedensdienst leistet der 17-Jährige im Projekt “Stadt der Hoffnung” in Cobán. Dort geht es vor allem um Kinder.

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Echte Herausforderung in Guatemala gefunden

19. März 2008, Frankfurter Rundschau, Patrick Beuth

Der Lärm, der durchs Telefon dringt, ist ohrenbetäubend. Sebastian Janz ruft irgendetwas Spanisches, doch das Kindergeschrei im Hintergrund wird kein bisschen leiser. “Die kommen halt aus krassen Verhältnissen”, sagt der 20-Jährige aus Rüdesheim. Seit einem halben Jahr lebt Janz in Cobán, 200 Kilometer nordöstlich von Guatemala Stadt. Dort hat ein Priester von einigen Jahren angefangen, Kinder von den Müllkippen zu holen und ihnen Lesen und Schreiben beizubringen. Mittlerweile hat der Priester zudem eine Grundschule und eine weiterführende Schule errichtet.

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