Pressemitteilung: Nachhaltigkeit eines Freiwilligendienstes RückkehrerInnen tagen in Oberfranken

Nachhaltigkeit eines Freiwilligendienstes RückkehrerInnen tagen in Oberfranken

Berlin, 16.08.2012

Es ist wieder soweit: Vom 9. bis 15. August findet zum vierten Mal die undjetzt?!- Konferenz statt. Über 100 global, ökologisch und sozial engagierte ehemalige TeilnehmerInnen internationaler Freiwilligendienste verwandeln die Burg Hohenberg im idyllischen Oberfranken in eine Geburtsstätte innovativer Ideen für eine nachhaltige Zukunft.

Die Konferenz bietet RückkehrerInnen wie dem 21-jährigen Johannes Lutz, der für ein Jahr mit dem Deutschen Entwicklungsdienst in Ecuador tätig war, die Möglichkeit Wege zu finden ihre Eindrücke und Erfahrungen konstruktiv in die Gesellschaft einzubringen.

Damit ihr im Freiwilligendienst gesammeltes Wissen nicht im Sand verläuft, wird den Teilnehmenden neben einem prall gefüllten Programm mit Podiumsdiskussion, Infoplattformen und Workshops, wie z.B. zum Thema Kommunikation in der internationalen Zusammenarbeit, die Chance gegeben, sich selbstständig auszutauschen und neue Projekte in die Welt zu setzen.

In seinem Grußwort erhofft sich der Bundespräsident Joachim Gauck von den TeilnehmerInnen einen positiven Blick in die Zukunft. Und jetzt?! Ich wunsche mir, dass Sie sie nicht ängstlich fragen, sondern mit Mut und Zuversicht.

Zu den Erfolgen der vergangenen Konferenzen zählt die Gründung des Vereins Zugvögel, interkultureller Süd-Nord-Austausch e.V., der sich den Abbau von institutionellem Rassismus und globalem Ungleichgewicht zum Ziel gesetzt hat.

Veranstalter der Konferenz ist eine Gruppe junger Menschen, die Erfahrungen eines entwicklungspolitischen Freiwilligendienstes teilen und das gemeinsame Ziel verfolgen, den Gedanken dieses Dienstes weiterzuführen und sich in Deutschland gesellschaftlich zu engagieren.

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Ein Projekt von:

grenzenlos e.V. ist ein trägerübergreifendes Forum von ehemaligen Freiwilligen, das Erfahrungsaustausch ermöglicht und sich, im Kontakt mit anderen Ehemaligenvereinigungen, Trägervereinen und VertreterInnen der Politik auf politischer Ebene, für die Rechte der internationalen Freiwilligen einsetzt. Der Verein wurde 1999 gegründet und hat derzeit etwa 70 Mitglieder.

www.grenzenlos.de

www.undjetzt-konferenz.de

Schirmherr der Konferenz:

Ulrich Wickert

Ansprechpartner:

Isabella.Renner@undjetzt-konferenz.de

Arne.Bonhage@unjetz-konferenz.de

Reverse heißt umgekehrt

Timo Kiesel, weranderneinenbrunnengraebt.wordpress.com/, 17.07.2012

Wenn ebenso viele Freiwillige aus dem Globalen Süden nach Deutschland kommen könnten, wie Freiwillige aus Deutschland in den Süden gehen: Dann ist doch alles OK und gerecht. Doch so einfach ist die Forderung nach Reverse nicht. Die Durchführung von incoming-Programmen muss den gesellschaftlichen Realitäten in Nord und Süd gerecht werden.

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Austausch andersherum

Sebastian Erb, Zeit Online, 26.06.2012

Freiwillige aus Entwicklungsländern kommen nach Europa und sind überrascht von Deutschland.

Dass in Deutschland Menschen auch auf dem Land wohnen, hat ihm vorher keiner gesagt. Mauro Brito Romero aus Ecuador dachte, alles sei städtisch und modern. Das war seine Vorstellung von diesem fernen Land jenseits des Atlantiks. Sein Bild von Deutschland. Auf einem Bauernhof in Niedersachsen entdeckt der 23-Jährige dann auch anderes Erstaunliches, »Verrücktheiten der Deutschen«, wie er es nennen wird. Er kam hierher, weil ehemalige »weltwärts«-Freiwillige ihn nach Deutschland holten. Die Idee dahinter, die bald vielleicht sogar mit einem staatlich geförderten Programm unterstützt werden soll: Auch junge Leute aus Entwicklungsländern sollen die Erfahrung machen dürfen, wie das Leben so ist auf der anderen Seite der Welt.

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Die Zugvögel

Jonas Weyrosta, Kontext Wochenzeitung, 20.06.2012

Auslandspraktika sind kein Privileg nur für die, die es sich leisten können. Die “Zugvögel” holen Jugendliche aus sogenannten Entwicklungsländern nach Deutschland.

Gabriela Valenzuela hilft in einer Einrichtung für Menschen mit Behinderung aus. Sie hilft bei der Körperpflege, Essensaufnahme und assistiert beim Einkauf und der Freizeitgestaltung. Der Wechsel der Jahreszeiten in Deutschland sei toll, sagt Gabriela Valenzuela. Sie ist begeistert von den unterschiedlichen Farben, die der Frühling in die Landschaft streut, und dem kulturellen Angebot ihrer neuen Heimat Berlin.Die 24-jährige Psychologiestudentin kommt aus Ecuador und tut das, was Tausende deutscher Freiwilliger in ihrer Heimat und anderen Ländern der Welt machen können arbeiten, um ein Land besser kennenzulernen und ein Gefühl für die Welt zu bekommen. Gabriela Valenzuela lernte vor einigen Monaten in Ecuador einen Freiwilligen aus Deutschland kennen. “Ich fand es toll, dass er einfach so und ohne Ausbildung an tollen Projekten mitarbeiten konnte; das wollte ich auch.” Anfang Februar dieses Jahres kam sie mit dem Projekt Zugvögel nach Deutschland.

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Austausch andersherum Freiwillige aus Entwicklungsländern kommen nach Europa – und sind überrascht von Deutschland.

Sebastian Erb, Die Zeit, 26.06.2012

Dass in Deutschland Menschen auch auf dem Land wohnen, hat ihm vorher keiner gesagt. Mauro Brito Romero aus Ecuador dachte, alles sei städtisch und modern. Das war seine Vorstellung von diesem fernen Land jenseits des Atlantiks. Sein Bild von Deutschland.

Auf einem Bauernhof in Niedersachsen entdeckt der 23-Jährige dann auch anderes Erstaunliches, »Verrücktheiten der Deutschen«, wie er es nennen wird. Er kam hierher, weil ehemalige »weltwärts«-Freiwillige ihn nach Deutschland holten. Die Idee dahinter, die bald vielleicht sogar mit einem staatlich geförderten Programm unterstützt werden soll: Auch junge Leute aus Entwicklungsländern sollen die Erfahrung machen dürfen, wie das Leben so ist auf der anderen Seite der Welt.

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Weltwärts-Freiwilligendienst wird zu Resozialisierungs-Programm erweitert

Berliner Echo, 1. April 2012

Der entwicklungspolitische Freiwilligendienst weltwärts soll zu einem Resozialisierungsprojekt für junge deutsche Neonazis erweitert werden. Dies planen Fachpolitiker der Regierungskoalition, die sich dabei auch auf die Ergebnisse einer Evaluierungsstudie berufen. Ein entsprechender Antrag der CDU/CSU- und FDP-Fraktion soll in diesen Tagen beim Bundestag eingebracht werden. In dem vertraulichen Entwurf, der unserer Redaktion vorliegt, heißt es: Ein NPD-Verbot scheint derzeit wenig aussichtsreich und auch das Versagen der Verfassungsschützer zeige, dass es neuer innovativer Programme zur Resozialisierung von jugendlichen Neonazis in Deutschland bedarf. Das weltwärts-Programm, ein internationaler Freiwilligendienst des Entwicklungsministeriums für Menschen von 18 bis 28 Jahren, sei dafür ideal. Weltwärts ist ein interkultureller Lernort. Wo, wenn nicht im Kontakt mit fremden Kulturen können deutsche Rechtsradikale Vorurteile abbauen und auf den richtigen Weg gebracht werden?, so die Formulierung des Antrages. Die umfangreiche Evaluierungsstudie zu weltwärts, die seit Ende 2011 vorliegt, habe nicht zuletzt das Potential für ein derartiges Resozialisierungsvorhaben aufgezeigt. Besonders die qualitativ hochwertige pädagogische Begleitung während des Einsatzes und die Möglichkeiten der durchführenden Entsendeorganisationen, die jungen Rechten nach Ihrer Rückkehr in zivilgesellschaftliches Engagement zu integrieren, ließen auf Erfolge hoffen, heißt es.
Ein Sprecher des BMZ bestätigte gestern das Projekt: Ja, wir wollen weltwärts für diese wichtige gesellschaftliche Aufgabe öffnen. Im Ministerium sei das Vorhaben sofort auf offene Ohren gestoßen. Wir erhoffen uns viele Synergie-Effekte, so der Sprecher, Wolf Teltemeier, weiter. Man erreiche damit besonders spezifische Zielgruppen, was dem Programm bisher nicht gelungen sei. Man wolle schließlich den Querschnitt der Bevölkerung bei weltwärts abbilden. Außerdem sei dafür eine bisher nie dagewesene Kooperation zwischen unterschiedlichen Ministerien geplant, von der alle nur profitieren könnten. In das Projekt soll neben dem Entwicklungsministerium (BMZ) auch das Jugendministerium (BMFSFJ), das Innenministerium (BMI) und der Bundesverfassungsschutz eingebunden werden.

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Gute Reise

Frankfurter Rundschau, 30. Juli 2011

Irgendwann stand Jekaterina vor ihrer Klasse und war plötzlich sprachlos. Sprachlos im Wortsinne denn die einzige Möglichkeit, sich ihren Schülern verständlich zu machen, hatte gerade den Raum verlassen. Und ohne Dolmetscherin eine Gruppe buddhistischer Novizenmönche im thailändischen Bergland zu unterrichten, stellte die 22-Jährige aus Köln vor ernsthafte Probleme.

Eigentlich wollte Jekaterina im Dezember 2010 nur eine Freundin in Korea besuchen und fremde Kulturen kennenlernen. Sie wollte sich etwas gönnen nach den bestandenen Bachelor-Prüfungen an der Universität. Zusätzlich aber wollte sie noch etwas Sinnvolles machen, erzählt sie. Und so buchte sie zwei Wochen Freiwilligenarbeit bei Travelworks.

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Staats­sekretär Hans-Jürgen Beerfeltz besucht die “weltwärts”-In­for­ma­tions­ver­an­stal­tung der Wirt­schafts­junioren Heilbronn

Pressemeldung des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, 9. Juli 2011

Der Staats­sekretär im Bundes­mini­sterium für wirt­schaft­liche Zu­sammen­arbeit und Ent­wick­lung (BMZ), Hans-Jürgen Beerfeltz, hat heute die “weltwärts”-In­for­ma­tions­ver­an­stal­tung der Wirt­schafts­junioren Heil­bronn be­sucht. Die Wirt­schafts­junioren sind mit rund 10.000 aktiven Mit­gliedern aus allen Bereichen der Wirt­schaft der größte Verband junger Unter­nehmer und Führungs­kräfte in Deutschland.

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BMZ sperrt ganz Lateinamerika für weltwärts-Freiwillige

Berliner Echo, 1. April 2011

Das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) hat mit sofortiger Wirkung die Ausreisen von weltwärts-Freiwilligen nach ganz Lateinamerika untersagt. Hintergrund sind Erkenntnisse aus den laufenden Evaluierungsaktivitäten der vom BMZ beauftragten Firma Bamrøll Management Consulting in Bolivien und Costa Rica. Demnach gibt es Anzeichen, dass Freiwillige nicht gemäß der weltwärts-Richtlinie eingesetzt werden. Diese schreibt vor, dass weltwärts-Freiwillige in entwicklungswichtigen Projekten der Partnerorganisation (…) einen entwicklungspolitischen Mehrwert für die Partnerprojekte
im Sinne der Hilfe zur Selbsthilfe zu erzielen. Freiwillige hingegen berichten, dass Sie für andere Tätigkeiten missbraucht würden. So geht aus dem uns vorliegenden vertraulichen Bericht hervor, dass weltwärts-Freiwillige in den Silberminen von Potosí im bolivianischen Hochland als Bergarbeiter tätig waren. Andere wiederum mussten Ponchos aus Schildkrötenwolle häkeln, die dann nach China exportiert wurden. Aus San José in Costa Rica wurden Fälle berichtet, nach denen ein weltwärts-Freiwilliger im Freizeitpark Parque Diversiones täglich 13 Stunden in einer Geisterbahn als Kingkong verkleidet die Parkbesucher erschreckte.
Das BMZ befürchtet offensichtlich, dass es sich dabei nicht nur um Einzelfälle handelt, sondern dass System dahinter steckt. Der entwicklungspolitische Sinn des weltwärts-Freiwilligendienstes steht bei uns an erster Stelle, so BMZ-Sprecher Wolf Teltemeier. Wir haben Grund zu der Annahme, dass dies in Lateinamerika momentan so nicht gegeben ist.
Das BMZ habe eine Unteruchungskommission mit der Klärung der Vorwürfe beauftragt.
Bis zur endgültigen Klärung wird kein weltwärts-Freiwilliger mehr nach Lateinamerika einreisen, ist sich Teltemeier sicher. Ob und wann Lateinamerika für Freiwillige wieder geöffnet wird, steht derzeit in den Sternen. Aus dem Umfeld des weltwärts-Sekretariats war zu hören, dass den Freiwilligen Plätze in anderen Ländern angeboten werden sollen. Man stünde in sehr aussichtsreichen Verhandlungen mit der Ukraine. Angeblich hat die ukrainische Regierung einer deutschen BMZ-Delegation angeboten, die Freiwilligen bei der Fertigstellung des schleppenden Baus der Stadien für die Fußball-EM 2012 einzusetzen. Alternativ könnte den verhinderten weltwärts-Freiwilligen auch Praktikumsplätze im BMZ Bonn angeboten werden, so der Sprecher abschließend.

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Volle Kanne-Freiwilligendienst im Ausland

“Volle Kanne” (ZDF), 16. Februar 2011

Robert Helm-Pleuger von Eurodesk Deutschland beantwortet Journalistenfragen zum Freiwilligendienst im Ausland. Viele Jugendliche spielen mit dem Gedanken, einen Freiwilligendienst im Ausland zu absolvieren. Schließlich verbessert ein solcher Dienst die sprachlichen und persönlichen Kompetenzen, erweitern den Horizont und letztlich engagiert man sich auch für eine gute Sache.

Doch um aus der Fülle der Informationen die richtigen herauszufiltern, die geeigneten und kompetenten Ansprechpartner für eine Beratung zu finden, die persönliche Finanzierung zu regeln, die eigenen Voraussetzungen dafür zu prüfen, rechtliche und natürlich auch persönliche Fragen zu klären – das alles ist nicht so einfach. Das ZDF hat im Rahmen der Reihe “Volle Kanne” die Möglichkeit eines Freiwilligendienstes im Ausland anhand eines persönlichen Erfahrungsberichtes aufgegriffen und anschließend Robert Helm-Pleuger von Eurodesk Deutschland bei IJAB – Fachstelle für Internationale Jugendarbeit der Bundesrepublik Deutschland ausführlich dazu befragt – Fragen, die sich auch viele Jugendlichen stellen.
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